Weckdienst fürs Auto: Per Warnsytem Sekundenschlaf verhindern

Er träumte süß
Für diese Art von Sekundenschlaf brauchte er einen Sessel, keine Elektronik

Übermüdete Autofahrer werden bald elektronisch auf den Parkplatz gewunken, bevor sie im Sekundenschlaf einen Unfall bauen

Wer ist nicht schon mal übermüdet Auto gefahren, weil er noch schnell nach Hause wollte. Aber: Etwa 20 Prozent aller Verkehrsunfälle werden in Deutschland durch den gefährlichen Sekundenschlaf von müden Fahrern verursacht. Die Unfälle sind außerdem meist schwerer als andere, weil eingenickte Fahrer keine Ausweich- oder Bremsmanöver mehr machen können.

Wissenschafter des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts entwickeln deshalb ein Müdigkeitswarnsystem zusammen mit den Autokonzernen Daimler-Chrysler, Volvo und Fiat. Das Projekt „Awake“ soll innerhalb von zehn Jahren zu serienreifen Warngeräten führen.

Bei „Awake“ überwachen Sensoren Zustand und Fahrverhalten des Fahrers: Eine Infrarotkamera filmt die Bewegungen der Augenlider und deren Blickrichtung. Ein Sensor im Lenkrad misst die Kraft des Händedrucks. Und Außensensoren registrieren Abweichungen von der Fahrbahnspur sowie den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Wenn dem Fahrer die Augen zufallen oder der Abstand zum Vordermann zu klein wird, alarmiert „Awake“ ihn mit einem grell leuchtenden Warndreieck im Rückspiegel und einer Stimme, die zur Fahrpause ermahnt.

Harald Widlroither, der Leiter des Competence Centers Human Engineering beim Frauenhofer-Institut sagt, dass "Awake" bereits in drei bis vier Jahren in der Praxis eingesetzt werden kann.

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