Hormonelle Spaßbremse: Pille raubt Frauen die Lust

Flaute im Liebesnest: die Hormone sollen schuld sein
Lustkiller Antibabypille: Mediziner sehen den Grund für die sexuelle Unzufriedenheit von Frauen in der hormonellen Verhütung

Spirale und Pille schmälern offenbar die weibliche Lust. Partnerschaft oder Stress sollen hingegen kaum eine Rolle spielen

Die Pille nimmt den Frauen offenbar den Spaß am Sex. Nicht nur das: Die hormonelle Verhütung soll sogar daran schuld sein, wenn die Damen keinen Höhepunkt erleben, so eine Studie an den Universitäten Heidelberg, Tübingen und Basel.

Danach sind mehr als 30 Prozent der Frauen, die mit Spirale oder Pille verhüten, Risiko-Kandidatinnen für eine Sexualstörung. Fast neun Prozent geben an, keinen Orgasmus zu bekommen. Knapp drei Prozent klagen darüber, sich überhaupt nicht befriedigt zu fühlen, heißt es in der Studie, die im Journal of Sexual Medicine erschienen ist.

Bislang hatten Wissenschaftler Faktoren wie Stress, Kinderwunsch oder die Qualität der Partnerschaft für den Lust-Faktor im Bett verantwortlich gemacht. Aber genau diese Aspekte spielen laut der studie eine viel geringere Rolle für Frauen als der Hormonhaushalt, wenn es um ihr Sexleben geht. Für die Studie hatten rund 1000 Medizinstudentinnen Auskunft über ihr Sexualleben gegeben. Nun wollen die Forscher untersuchen, inwiefern die Zusammensetzung der Hormone in der Pille das Sexleben der Frauen beeinflusst.

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