Filmtipp "Zorn der Titanen": Pixelschlacht bei den Göttern

Trailer zum Film
Trailer zum Film "Zorn der Titanen"

Sam Worthington muss als Halbgott Perseus mal wieder das Universum und diesmal sogar seinen Vater Zeus retten. Wir sagen, wie er sich dabei anstellt

Muskelbepackte Helden, intrigante Götter, sagenhafte Ungeheuer und tollkühne Abenteuer: Die griechischen Mythen sind perfekt geeignet für ein gelungenes Fantasy-Action-Spektakel. So gesehen müsste Zorn der Titanen, der zweite Teil der Neuverfilmung der Perseus-Sage, mitten ins Schwarze treffen. Müsste. Doch die Fortsetzung des Fantasyfilms Kampf der Titanen (2010) protzt vor allem mit 3D- und Spezialeffekten. Bei diesen pausenlosen Pixelschlachten zwischen Göttern, Menschen und Monstern werden Sie knapp 100 Minuten kaum zum Luftholen kommen. Das macht zwar Spaß. Doch da wäre mehr drin gewesen. Denn die dünne Story und leblosen Charaktere bescheren der ansonsten recht kurzweiligen actiongeladenen Göttersause den einen oder anderen Durchhänger. 

Zeus (Liam Neeson, links) bittet seinen Sohn Perseus (Sam Worthington) um Hilfe
Zeus (Liam Neeson, links) bittet seinen Sohn Perseus (Sam Worthington) um Hilfe

Darum geht’s: Im antiken Griechenland herrscht Götterdämmerung. Zeus (Liam Nesson), Poseidon & Co. verlieren ihre Macht – auch über ihre Erschaffer, die von ihnen eingekerkerten Titanen. Als sich Totengott Hades (Ralph Fiennes) und Kriegsgott Ares (Édgar Ramirez) verbünden, um Zeus eine Falle zu stellen und dessen Vater und Ober-Titan Kronos zu befreien, muss Zeus‘ Sohn und Halbgott Perseus (Sam Worthington) die Menschen in einem Kampf gegen die Titanen verteidigen. Zusammen mit Krieger-Königin Andromeda (Rosamund Pike) und Poseidons Sohn Agenor (Toby Kebbell) will Perseus seinen Vater befreien. 

Königin Andromeda (Rosamund Pike) muss gegen die Titanen kämpfen
Königin Andromeda (Rosamund Pike) muss gegen die Titanen kämpfen

Bierernst durch die Unterwelt
Zorn der Titanen
ist wie sein Vorgänger ein simpel gestricktes Fantasy-Spektakel, das leider mit Humor äußerst sparsam umgeht. Bierernst kämpfen sich die Helden durch die griechischen Mythen. Nur hier und da fällt ein flotter Spruch, obwohl das Genre dafür eigentlich wie geschaffen wäre. Immerhin: Waren die 3D-Effekte im Vorgängerfilm Kampf der Titanen noch wenig überzeugend, hat Regisseur Jonathan Liebesman ordentlich draufgelegt. In schnellen Schnitten und halsbrecherischen 3D-Kamerafahrten hetzt Zorn der Titanen von Monsterkampf zu Götterprügelei. Dabei beweist Regisseur Liebesman wenig Gespür für Handlung und Charaktere. Die Story bietet keine Überraschungen, die Personen bleiben flach und stapfen recht lustlos durch Unterwelt und Olymp.

Fazit:Zorn der Titanen ist kein packendes Erzählkino, sondern ein kurzweiliges und beeindruckendes Spektakel der visuellen Effekte. Das macht auf der großen Leinwand in 3D richtig Laune, auf DVD und Blu-ray eher nicht.

Zorn der Titanen (USA 2012)
Regie: Jonathan Liebesman
Drehbuch: Dan Mazeau, David Johnson    
Darsteller: Sam Worthington, Liam Neeson, Ralph Fiennes, Édgar Ramírez, Toby Kebbell, Rosamund Pike
Länge: 99 Minuten
Start: 29. März 2012

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