Sport kann töten: Blitzartige Anstrengung fördert Blutgerinnsel

Herzrasen
Blutgerinnsel verstopfen die Arterien

Couch Potatoes sollten ungewohnte Belastungsspitzen besser vermeiden – ihrem Herzen zuliebe

Falls es Ihr Körper gewohnt ist, nur wenig oder gar keinen Sport zu betreiben, dann besteht die Gefahr von Blutgerinnung bei zu schneller oder intensiver Belastung. Das kann gerade Menschen mit Herzleiden ernsthaft in Gefahr bringen – aber auch gesunde Menschen sind betroffen. Das zeigte eine Studie an der englischen Universität für Medizin in Birmingham.

Dabei zeigte sich, dass bei extremer Anstrengung, die der Körper nicht gewohnt ist, klumpenbildende Faktoren im Blut aktiviert werden, die Verstopfungen der Blutgefäße verursachen und dadurch einen Infarkt auslösen können. "Regelmäßige und konsistente Belastung ist für Menschen, die sich kaum bewegen, besser, als eine plötzliche Anstrengung, die den Körper in ungewohnten Stress versetzt", so Versuchsleiter Gregory Lip.

In der Studie wurden über einen standardisierten Lauftest (ISWT), bei dem die Geschwindigkeit kontinuierlich gesteigert wird, 53 Patienten mit Herzleiden und zehn gesunde Probanden analysiert. Bereits vor dem Test wurden Gerinnungs-Faktoren im Blut von Testpersonen mit Herzproblemen in erhöhter Konzentration festgestellt. Diese stieg nach dem Versuch rapide an. Aber auch bei den gesunden Kandidaten erhöhte sich die Konzentration direkt nach dem Test deutlich.

Seite 47 von 67

Sponsored SectionAnzeige