Rauch-Stopp: Vitamine und Tee gegen Lungenkrebs

Bis zum letzten Tropfen
Er hatte gehört, dass Tee gegen Lungenkrebs helfe

Auch Ex-Raucher haben ein erhöhtes Lungenkrebs-Risiko. Dagegen hilft eine Chemotherapie zur Vorbeugung – Forscher in den USA setzen auf Vitamin A und grünen Tee

Jede zweite Lungenkrebs-Diagnose trifft ehemalige Raucher. Warum? Waun Ki Hong vom M. D. Anderson Cancer Center in Houston, Texas, hat Studien durchgeführt, in denen er genetische Schäden in den Atemwegen von Ex-Rauchern gefunden hat, die schon mehr als zehn Jahre keine Kippe mehr angefasst hatten.

Den Ausbruch des meist tödlichen Lungenkrebs könnte aber verhindert werden. Eine neue Chemotherapie soll es richten. Die wird aber nicht erst bei Kranken angewendet, sondern präventiv. Denn Hong geht davon aus, dass eine vorbeugende Behandlung von Ex-Rauchern mit natürlichen, pharmakologischen oder biologischen Substanzen vor Lungenkrebs schützen könnte.

Risikopatienten mit Vorstufen von Lungenkrebs hat er bereits in Studien mit hoch dosierten Vitamin-A-Derivaten behandelt. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass sich damit eine weitere Entwicklung zum Lungenkrebs vielleicht verhindern lässt.

Lungenkrebs: 15 Prozent kommen durch

In Deutschland raucht fast jeder Dritte. Hong geht davon aus, dass 20 Prozent dieser rauchenden Männer Lungenkrebs bekommen, 15 Prozent der Frauen. Und wenn Lungenkrebs ausbricht, der man nur eine 15-prozentige Überlebens-Chance.

Um die Gefährdeten herauszufinden, bastelt der Forscher an einem Risikomodell. Wer in diesem genetischen Test positiv auffällt, sollte die Präventiv-Therapie machen, die er gerade entwickelt.

Neben dem Vitamin-A-Vorläufer testet Hong noch weitere Substanzen, etwa so genannte EGF-Kinase-Inhibitoren, die einen Wachstumsfaktor der Zellen blockieren – und Extrakte aus dem grünen Tee.

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