Schnallen Sie sich besser an: Praktikum im Stunt-Team

Stunt-Manöver auf vier Rädern – nur bedingt für den Berufsverkehr geeignet
Am besten, Sie üben erstmal in unbelebtem Gelände

Unser erster Tag als Praktikant in der Stunt-Schule. Erst mal langsam anfangen, oder? – Von wegen!

Anwendungsgebiet
Innenstadt, Abkürzung, Einbahnstraße. Der Typ, der Ihnen aus der korrekten Richtung ent­gegenkommt, provoziert Sie mit seinem Disco-Fernlicht zum Wenden. Okay, wenn der Kerl ein Tänzchen will ...

Ausführung
Der G-Turn, also eine 180-Grad-Drehung im Rückwärtsfahren, ist die erste Übung auf dem Flugplatz St. Michaelisdonn – unserem heu­tigen Testgelände. Wir fahren mit zirka 40 Kilometern pro Stunde im Rück­wärtsgang. "Du musst eine ge­rade Linie fahren, am besten schaust du in den Rück- oder die Au­ßen­spiegel, dann brauchst du dich nicht umzudrehen", erklärt Ausbilder Ronnie Paul, der sich mit seinem Stunt­-Team Double Action auf Auto­stunts spezialisiert hat.

"Es ist etwas leichter, den Wagen nach rechts zu drehen, weil du dann das Lenkrad mit der linken Hand steuern kannst, ohne umgreifen zu müssen." Die linke Hand hält das Lenkrad auf zirka 14 Uhr. Die rechte ruht auf der Schaltung. Dann:

  1. Kupplung treten
  2. Heftig auf neun Uhr einlenken
  3. Bei zirka 90 Grad schalten – im Automatikfahrzeug auf "D", bei Schaltgetriebe in den zweiten Gang
  4. Bei zirka 120 Grad das Lenkrad ­fangen
  5. Gas geben

Die Umgebung zieht im Zeit­raffer an der Windschutz­scheibe vorbei. Als Beifahrer wird einem kotzübel, dem Fahrer bleibt da­für keine Zeit.

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