Männergesundheit: PSA-Test senkt Sterberate bei Prostatakrebs

Der PSA-Test kann Prostatakrebs aufspüren
Mit dem PSA-Test kann Prostatakrebs im Blut aufgespürt werden

Neue Studie: 20 Prozent weniger Männer sterben an Prostatakrebs dank PSA-Screening

Gesunde Männer, die sich auf Prostatakrebs testen lassen, um mögliche Frühstadien dieser häufigsten Krebsart bei Männern aufzuspüren, steigert ihre Überlebenschance um über 20 Prozent. Das ist das Ergebnis einer sehr großen europäischen Studie mit 182 000 Teilnehmern, die jetzt von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. vorgestellt wurde. Dabei wurden die Daten gesunder Männer im Alter von 55 bis 69 Jahren ausgewertet, die an dem PSA-gestützten Screening teilgenommen haben.

Mit 58 000 Neuerkrankungen und 11 000 Todesfällen jedes Jahr in Deutschland ist Prostatakrebs die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern. Der einfache Bluttest, der die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) ermöglicht, kann Frühformen von Prostatakarzinomen aufspüren, die meistens heilbar sind. Zur Vermeidung eines prostatakarzinombedingten Todesfalles waren in der europäischen Studie 1410 Männer erforderlich, die sich der PSA-Testung unterzogen.

Das Screening ist in Fachkreisen ist nicht unumstritten, da dabei auch Fälle ohne klinische Bedeutung gefunden werden und die daraufhin möglicherweise eingeleitete Therapie Nebenwirkungen haben kann.

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