Trendsport : Mountainbiker oder Crossradler?

Die Schlammschlacht ist perfektes Wintertraining für Radler
Die Schlammschlacht ist perfektes Wintertraining für Radler

Radcross beginnt, wenn es für Mountainbikes zu schlammig wird. Warum Radcross Ihr Sport werden könnte

Querfeldeinrennen führen mitten durch wadentiefe Schlammlöcher, über aufgeweichte Wiesen und glitschige Steilhänge. Okay, ein paar Asphaltabschnitte, auf denen das Tempo angezogen wird, gibt’s auch. Prinzipiell ist ein Cross-Kurs so angelegt, dass Teil-Sektionen nur mit dem geschulterten Bike zu bewältigen sind. Sie müssen also immerzu vom Fahrrad ab- und wieder aufsteigen. Und das ist gut für die Fitness: Wenn Sie im Herbst und Winter mit dem Cross-Rad trainieren, werden Sie kommendes Frühjahr in bestechender Form sein und Ihr Rennrad so gut beherrschen wie niemals zuvor. Außerdem ist die Gefahr einer Erkältung geringer, weil Sie im Vergleich zum Rennrad langsamer fahren.

Das Querfeldein-Bike:
Auf den ersten Blick sieht ein Cross-Rad aus wie ein Rennrad. Aber im Gegensatz zu den Straßenrennern verfügt ein Querfeldein-Bike über robuste Cantileverbremsen (wie ein Mountainbike) und dünne Stollenreifen. Der Rahmen wird zirka zwei Zentimeter tiefer gewählt als bei der Straßenversion – das bringt im Gelände mehr Bewegungsfreiheit im Schritt. Zusätzlich stellt man den Sattel einen Zentimeter nach unten. Das erleichtert das häufig notwendige Auf- und Absteigen. Ansonsten ist die Ausstattung der eines konventionellen Straßen-Rennrads sehr ähnlich. Nur das Ritzelpaket bietet mit einer Übersetzung von 13 bis 26 Zähnen eine größere Entfaltung. Falls Sie beim Fahren das Gefühl haben, eine noch größere Übersetzung zu brauchen, sollten Sie besser laufen – das ist bestimmt schneller.

Die Cross-Fahrtechnik:
Im Unterschied zu einem Mountainbike-Rennkurs, ist der für ein Cross-Rennen nicht mit verwinkelten Wurzelpassagen oder meterweite Sprünge gespickt – Federungssysteme sind daher nicht erforderlich. Dafür gibt es aber reichlich weiches, unebenes Gelände oder Spurrillen. Das Problem hierbei: Es ist verdammt schwierig, auf dem glitschigen Untergrund mit der dünnen Bereifung die Balance zu halten. Vor allem dann, wenn Sie mit Tempo 50 eine Steilabfahrt hinunter rasen, die in einer Kurve endet. Dazu brauchen Sie Können und Mumm. Ein perfektes Fahrtechnik-Training also – weshalb auch die Straßen-Profis im Herbst und Winter auf das Cross-Bike steigen.

Vergleich: Mountainbike oder Crossrad?

MOUNTAINBIKE (26")

  • (+) Gute Wendigkeit (kurzer Radstand, kleine Laufräder)
  • (+) Gute Dämpfung durch Bereifung und Federungssysteme
  • (+) Ruhiges Lenkverhalten, da breite Lenkstange
  • (–) Sehr hohes Gewicht
  • (–) Hoher Reifenrollwiderstand

CROSSRAD (28")

  • (+) Große Reifen rollen besser über Kanten und Hindernisse
  • (+) Sehr niedriges Gewicht
  • (–) Geringer Roll- und Luftwiderstand
  • (–) Dünne Reifen bedeuten weniger Traktion im Gelände
  • (–) Sehr direkte Lenkung

Sponsored SectionAnzeige