Experten-Interview: Radrennen optimal vorbereiten

Je näher der Wettkampf rückt, desto weniger sollten Sie trainieren
Viele Hobbyfahrer machen den Fehler, kurz vor dem Rennen versäumtes Training nachholen zu wollen

Tim Böhme, Trainer am Leistungsdiagnostikzentrum Radlabor Freiburg, verrät im Blitzinterview, wie Sie direkt vor einem Rad-Marathon beachten sollten

Was gibt es bei der Vorbereitung auf einen Marathon zu beachten?

Viele Hobbyfahrer machen den Fehler, in den letzten Wochen vor dem Rennen das in den Monaten zuvor versäumte Training nachholen zu wollen. Der Organismus braucht aber Zeit, Trainingsreize zu verarbeiten und so ein höheres Leistungsniveau zu erreichen. Vor allem in den letzten 10 Tagen vor einem Wettkampf kann man sich durch extrem intensive und lange Einheiten voll in den Keller fahren. Deshalb gilt die Regel: Je näher der Wettkampf rückt, desto weniger sollten Sie trainieren.

Wie könnte denn eine solche Rennvorbereitungswoche aussehen?

In der letzten Woche sollten nur 3 oder 4 lockerere Grundlagenausdauereinheiten von je maximal 2 Stunden gefahren werden. Wer will, kann auch mal für bis zu 4 Minuten ein wenig schneller fahren, um den Organismus auf die kommenden Anstrengungen vorzubereiten. Generell jedoch gilt: Erholung ist wichtig, damit Sie ausgeruht am Start stehen.

Was ist die beste Strategie, wenn man eine längere Anreise hat?

Wenn möglich, sollten Sie direkt nach der Ankunft noch mal locker 30 bis 45 Minuten fahren, um so das durch langes Sitzen in den Beinen eingelagerte Wasser auszuschwemmen und die Muskeln noch mal richtig zu entspannen.

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