Nikotinsucht: Rauchen fördert Diabetes

Wer raucht, erhöht offenbar sein Diabetes-Risiko um 60 Prozent
Wer raucht, erhöht offenbar sein Diabetes-Risiko um 60 Prozent

Zigaretten sind gefährlicher als Übergewicht: Denn Rauchen erhöht das Diabetes-Risiko mehr als ein paar Kilo zu viel

Rauchen begünstigt offenbar nicht nur Lungenkrebs, sondern auch Diabetes. Eine Zigarette bremst die Wirkung des Hormons Insulin (das den Blutzuckerspiegel senkt) ungefähr so aus wie 20 Kilo Übergewicht, so eine deutsche Studie. Raucher sind demnach um 60 Prozent mehr durch die Blutzuckerkrankheit gefährdet als Nicht-Raucher, erklärte Stephan Jacob vom Kardio-Metabolischen Institut in Villingen-Schwenningen auf einer Pressekonferenz.

Bei einer vorherigen Studie des Fachmagazins Annals of Internal Medicine kam man zu der Erkenntnis: Wer mit dem Rauchen aufhört, nehme Gewicht zu und erhöhe damit das Diabetes-Risiko. Diese weit verbreitete Angst, Rauchstopp führe zu Übergewicht und verschlechterte den Stoffwechsel, sei aber unbegründet, behauptet Jacob. Selbst bei ehemaligen Rauchern, die fünf Kilo zugenommen hatten, zeigten sich verbesserte Blutzucker-, Fett- und Blutdruckwerte, fand eine schwedische Studie heraus.

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