Tabak seit gestern teurer: Staat erhöht die Steuer

Für Nikotinsüchtige wird die Zeit knapp
Ungesundes Leben wird härter: Rauchen macht demnächst noch weniger Spaß

Schlechte Zeiten für Nikotinsüchtige: Der Griff zur Zigarette wird ab heute teurer, die Zahl der Komplizen sinkt

Gestern hat Vater Staat die Tabaksteuer erhöht. Jede Zigarette wird danach um 1,2 Cent teurer, das sind immerhin etwa 25 Cent pro Schachtel. Das freut nicht nur den Finanzminister, sondern auch viele Mediziner, Gesundheitsexperten, passive Nichtraucher, Freundinnen und Eltern. Denn sie alle hoffen auf einen erneuten Rückgang der Raucherzahlen. Denn der Tabakkonsum sank infolge der bislang letzten Steuererhöhungen erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik um immerhin 12 Prozent.

Und das dürfte langfristig äußerst erfreuliche Folgen haben: Weniger Tote. Sterben doch etwa 350 Menschen täglich direkt oder indirekt an den Folgen des Rauchens. Das sind zwischen 11 000 und 14 000 im Jahr – ein komplette Kleinstadt. Rauchen ist die wichtigste Ursache für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs und verursacht damit jährlich Kosten in Höhe von fast 30 Milliarden Euro.

Es könnten sogar noch mehr Menschen mit dem Rauchen aufhören, wenn Zigaretten und Feinschnitt gleich hoch besteuert wären. Denn infolge des großen Preisunterschiedes von fast 13 Cent pro Stück zwischen Fabrikzigaretten und Selbstgedrehten stiegen viele Raucher einfach auf den losen Tabak um, anstatt weniger zu rauchen oder ganz damit aufzuhören.

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