Zuckerkrank: Rauchstopp erhöht Diabetesrisiko

Wer mit dem Rauchen aufhört, ist anfälliger für Diabetes
Wer mit dem Rauchen aufhört, ist offenbar anfälliger für Diabetes

Weil Ex-Raucher stark an Gewicht zulegen, steigt bei ihnen das Risiko einer Diabetes Typ 2

Nicht nur Rauchen selbst, sondern sogar das Aufhören ist mit einem erhöhten Risiko verbunden, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, so eine US-Studie. Was sich zunächst paradox anhört, hat demnach aber eine einfache Lösung: Ex-Raucher essen sich in den Jahren nach und nach eine Wampe an, was wiederum ein erhöhtes Diabetes-Risiko nach sich zieht, so die Studienautoren von der Johns Hopkins Universität in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland.

Normalerweise sind Raucher laut der Forscher um 30 Prozent anfälliger für Zuckerkrankheiten als Nicht-Raucher. Aber in den sechs Jahren nach dem Rauchstopp stieg das Risiko auf 70 Prozent an, so die Autoren im Fachmagazin Annals of Internal Medicine. Das größte Risiko trugen danach "frische" Ex-Raucher, die gerade erst 3 Jahre nicht mehr rauchten, so die Forscher. Diese seien am anfälligsten für Gewichtszunahme und somit auch für Diabetes.

"Besser gar nicht erst anfangen"
Das solle aber nicht heißen, dass Weiterrauchen besser sei. "Wenn Sie rauchen, geben Sie es auf. Das ist das Beste, was Sie tun können", rät Studienleiterin Hsin-Chieh Yeh. Man müsse aber anschließend auf sein Gewicht achten. Die Risiken, die das Rauchen mit sich bringe, sind um ein Vielfaches schlimmer als die Gefahr von Diabetes. Außerdem seien Ex-Raucher nach 10 Jahren wieder auf der gleichen Risikostufe wie ein lebenslanger Nicht-Raucher. Hsin-Chieh Yeh: "Fangen Sie am besten gar nicht erst an damit an!"

Für ihre Studie hatten die Forscher zwischen 1987 und 1989 unter anderem die Blutzuckerwerte, das Gewicht und das Rauchverhalten von fast 11.000 Erwachsenen gemessen und diese anschließend 17 Jahre lang regelmäßig untersucht.

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