Gesundheitsrisiken: Richtig entwässern

Anti-Aging-Guide
Wasser kann an den falschen Stellen Gesundheitsrisiken hervorrufen

Der Körper besteht zu zirka 70 Prozent aus Wasser – an manchen Stellen kann das feuchte Element gefährlich werden

Die Beine
Symptome: geschwollene Knöchel, schwere Beine.
Ursache: "Durch einen Blutstau in den Beinen weiten sich die Gefäße und geben wässriges Zellplasma an das Gewebe ab", erklärt Andreas Jahnke, Rettungsmediziner aus Hamburg. Oft betroffen sind Menschen, die lange stehen, sitzen oder eine Herzschwäche haben.
Entwässern: Nehmen Sie Wechselduschen, meiden Sie aber Sauna oder heiße Bäder (Hitze beeinträchtigt die Venenfunktion). Statt sitzen und stehen lieber laufen und liegen, das regt Ihren Blutdruck an.

Das Ohr
Das erste Zeichen: Druck im Ohr.
Ursache: Nach einer Erkältung schwellen die Schleimhäute an, und der Verbindungskanal zwischen Mittelohr und Nasenrachen ist verstopft. Dadurch entsteht hinter dem Trommelfell ein Unterdruck, und die Mittelohrschleimhaut sondert ein wässriges Sekret ab.
Entwässern: Ein Nasenspray löst den Schleim. Bleibt das Druckgefühl länger als drei Tage, müssen Sie zum Arzt. Der wird dann einen Trommelfell-Schnitt vornehmen, um das Wasser abzulassen.

Die Lunge
Anzeichen: unter anderem Atemnot, Müdigkeit, Pulsbeschleunigung.
Ursache: Wasser in der Lunge ist zumeist der Ausdruck einer Herzschwäche. Diese tritt häufig bei Männern ab 65 Jahren auf. Jüngere kann's treffen, wenn Bakterien ins Blut gelangen (etwa nach einer Mandelentzündung), sich an den Herzklappen ablagern.
Entwässern: Betroffene enthalten Antibiotika und entwässernde Medikamente, im Notfall wird abgesaugt.

Der Herzbeutel
Symptome: Atemnot, Fieber und Druckgefühl in der Herzgegend
Ursache: Durch Ablagerungen am Herzbeutel (darin schwimmt das Herz) kommt es zu einer Entzündung – die Gefäße sondern mehr Flüssigkeit ab, um Reibung zwischen Herz und Beutel zu mindern. Sind es mehr als 10 Milliliter Flüssigkeit, drückt diese aufs Herz.
Entwässern: Hat sich zu viel Flüssigkeit angesammelt, wird sie operativ abgesaugt. Oft betroffen sind Menschen mit Immun-Erkrankungen.

Auf welche Problemzonen Sie im Körper sonst noch aufpassen sollten, lesen Sie in unserem Health Dossier.

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