Kraftstoff: Richtig essen nach dem Sport

Gesunde Lebensmittel fördern Ihre Abwehrkräfte
Trainierte essen möglichst sofort nach dem Sport

Essen nach dem Workout ist notwendig, aber gar nicht so einfach. Denn der Körper gibt keine eindeutigen Signale

Mit hängender Zunge zehn Kilometer gelaufen, zur Belohnung gleich ein Steak geordert, und dann das: null Appetit! Nanu, wundert sich der Sportsfreund. Stimmt da was nicht? Keine Panik. Ihr Körper reagiert auf die Anstrengung steinzeitlich:

Beim Training stehen alle Zeichen auf Flucht
Zumindest für Ihren Körper: „Während des Sports wird das Stresshormon Adrenalin ausgeschüttet“, erklärt die Hamburger Diplom-Ökotrophologin Heike Lemberger. Und das wirkt auch noch ein bis zwei Stunden nach Trainingsende.
Die Folge: Anspannung, keine Verdauung, kein Appetit. Derweil läuft der angeregte Stoffwechsel weiter auf Hochtouren. Bis der Energiespeicher leer ist und der Blutzuckerspiegel absinkt. Dann droht Heißhunger.

Eine kritische Phase: Denn wer sich nun hemmungslos den Bauch vollschlägt, wird das spätestens auf der Waage bereuen. Hunger kann über den wahren Energiebedarf hinwegtäuschen. Für das Laufen wird mit der Faustformel eine Kalorie pro Kilo pro Kilometer gerechnet. Ein 75 Kilo schwerer Mensch, der zehn Kilometer gelaufen ist, hat also etwa 750 Kalorien verbraucht.

Die beste Wahl beim Essen: Müsli, Bananen, Vollkornbrot-Scheiben mit Honig, Käse oder Wurst, Pellkartoffeln mit Quark, Nudeln mit Tomatensoße oder Reis mit Gemüse, rät Lemberger. Trainierte essen möglichst sofort nach dem Sport, bevor der Heißhunger kommt. Wer abnehmen will, wartet noch ein bis zwei Stunden, um die angekurbelte Fettverbrennung nicht zu stoppen, isst dann mit Maß.

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