Bären, Schlangen & Co.: Verhalten gegenüber wilden Tieren

Falls Sie kein Schlangenexperte sind, sollten Sie jeden Biss als potenziell giftig behandeln
Sieht giftig aus, ist es vielleicht auch: Wenn Sie keine Ahnung haben, sollten Sie jeden Biss als potenziell giftig behandeln

Wilden Tieren ganz nah kommen – ein Traum vieler Reisenden. Doch was ist das richtige Verhalten gegenüber wilden Tieren? Wir verraten's

Bären: Wegrennen ist keine gute Idee: Erstens weckt die Flucht den Jagdinstinkt Ihres haarigen Gegenübers und zweitens bringt Meister Petz es auf gut und gerne 60 Sachen. Drei lebensschonende Reaktionen:

  • Vertreiben: Bleiben Sie stehen. Vertreiben sie den Bär durch Schreien, lautes Klappern, klatschen und Schreien; wedeln Sie mit den Armen.
  • Davonschlendern: Falls Sie den Teddy durch Geschrei irritiert haben, nutzen Sie nun die Gunst der Stunde: Machen Sie sich davon! Entfernen Sie sich langsam im spitzen Winkel, den Bären immer im Visier
  • Spielen Sie toter Mann: Besteht er trotz allem auf einem Angriff, hechten Sie unter einen Busch und stellen sich tot. Spüren Sie dennoch seine scharfen Zähne in Ihrem Oberschenkel, wissen Sie wenigstens, dass Sie von einem Schwarzbär gefressen werden: Diese Bärenart sagt auch zu toter Beute nicht nein.

Pumas: Ein Puma ist kein Bär – deswegen müssen Sie mit ihm auch anders umgehen.

  • Anschauen: Schauen Sie der Raubkatze genau in die Augen. Versuchen Sie, größer zu wirken, indem Sie Ihre Jacke ausziehen und in die Höhe halten. Drehen Sie sich niemals von ihm weg – von hinten fällt er Ihnen ins Genick!
  • Nachts traut sich der Puma etwas mehr zu. Laufen Sie in der Dunkelheit deswegen immer zu zweit herum, sonst betrachtet der Puma Sie als leichte Beute.

Bienen: Eine falsche Bewegung, und der Bienenschwarm, der Sie verfolgt, wird seine Stacheln zeigen.

  • Fliehen: Ergreifen Sie die Flucht, statt um sich zu schlagen! Denn wilde Bewegungen machen die Insekten noch aggressiver.
  • Abtauchen Wenn Sie nicht mehr rennen können, verstecken Sie sich unter Wasser.
  • Trotzdem gestochen? Sitzt der Stachel noch in der Haut, entfernt man ihn, möglichst ohne Druck auf die anhängende Giftblase. Dann die Einstichstelle mit Wasser waschen und einen kalten Umschlag machen.

Schlangen: Wenn die Schlange nicht giftig ist, können Sie den Biss auswaschen und wie eine normale Wunde behandeln. Aber können Sie Giftschlangen wirklich von anderen unterscheiden? Falls Sie kein Schlangenexperte sind, sollten Sie jeden Biss als potenziell giftig behandeln.

  • Rettung alarmieren: Und bis das Gegengift kommt, möglichst wenig bewegen, damit sich das Gift nicht schneller im Körper verteilt. Hinsetzen oder hinlegen, den betroffenen Körperteil möglichst unterhalb des Herzens lagern.
  • Abbinden: Denn dadurch verhindern Sie ebenfalls, dass sich das Gift im Körper ausbreitet: Legen Sie einen Stofffetzen, der mindestens fünf Zentimeter breit ist, oberhalb des Schlangenbisses um Arm oder Bein. Das Tuch so eng anziehen, dass gerade noch Blut fließen kann (Pulskontrolle), der Rückweg durch die dicht unter der Hautoberfläche gelegenen Venen aber versperrt ist.

Zecken: Der Biss selber ist nicht gefährlich, doch während die Zecke Blut saugt, können gefährliche Krankheitserreger übertragen werden. So schützt man sich vor einer Übertragung:

  • Nicht beißen lassen: Bleiben Sie so weit wie möglich auf Wegen, meiden Sie das Unterholz. Geschlossene Kleidung erschwert den Zecken den Weg zum Blut, auch Insekten abwehrende Mittel sind für maximal zwei Stunden hilfreich.
  • Suchen: Fahnden Sie alle zwei Stunden systematisch nach den Blutsaugern. Je schneller man sie entfernt, desto geringer ist das Risiko der Krankheitsübertragung.
  • Der richtige Dreh, am besten mit einer Pinzette: Die halten Sie zwischen Daumen und Zeigefinger. Die Zecke möglichst zwischen Kopf und Körper packen. Langsam hin und her drehen und die Zecke so aus der Haut lösen. Der Hinterleib der Zecke darf dabei nicht geknickt oder gequetscht werden, sonst kotzt sie und überträgt Krankheitserreger. Öl, Alkohol und Ähnliches sind daher ebenfalls tabu.

 

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