Die neue Milieu-Droge: Das steckt hinter der Wirkung von Ritalin

So sehen die gefährlichen Pillen aus
Es gibt rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland, die medikamentensüchtig sind

Das Medikament gegen Hyperaktivität bei Kindern wird seit Neuestem von Jugendlichen als Droge missbraucht. Erfahren Sie hier alles über die Wirkung von Ritalin – der neuen Milieu-Droge

Was ist Ritalin eigentlich?
Ritalin ist ein Amphetamin, das bei Kindern und Erwachsenen, die unter einem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS) leiden verschrieben wird. ADS ist eine Erkrankung des Nervensystems, welche häufig schon im Kindesalter auftritt, so Professor Dr. Werner Stangl, Professor für Psychologie und Pädagogik an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Johannes-Kepler-Universität in Linz. ADS äußert sich in leichter Ablenkbarkeit und geringem Durchhaltevermögen.

Ritalin führt laut Stangl dazu, dass übermäßig viele Glückshormone ausgeschüttet werden. Das hat zur Folge, dass deren Andockpunkte im Gehirn abgestumpft werden, die dafür zuständig sind, dass Prozesse (wie z.B. Gefühle) im Körper durch Hormone ausgelöst werden. Der Effekt der Ritalineinnahme ist, dass der Patient euphorisch wird, unabhängig von der Realität. Das Medikament hemmt zudem das Hungergefühl und steigert die körperliche Ausdauer und Konzentration. Der Patient ist eher fähig, routinemäßige Aufgaben zu erledigen, ohne sich beispielsweise dabei zu langweilen.

Seite 22 von 35

Sponsored SectionAnzeige