3-D-Chirurgie: Roboter schont Potenz bei Prostata-OP

Wieder Spaß im Bett dank Roboter-OP
Keine Erektionsprobleme nach der Operation – das sorgt für Spaß im Bett

Eine neue Operations-Methode entfernt Prostatakrebs, ohne dabei die Potenz zu schädigen

Mit einer neuen Operationsmethode aus Deutschland lassen sich künftig Prostatatumore entfernen, ohne dass die Potenz davon weitgehend betroffen wird. Diese Weiterentwicklung eines bereits weit verbreiteten Verfahrens aus den USA nennt sich ganz lyrisch Veil of Aphrodite, zu Deutsch der "Schleier der Aphrodite".

Dabei steuert der Chirurg ein robotergelenktes Skalpell haarscharf entlang wichtiger Nerven und entfernt so das Krebsgeschwür. Vorteil der neuen Methode: Der Operationsbereich wird vom System dreidimensional abgebildet, so dass der Chirurg genau sehen kann, wo sich die Nervenfasern, die für die Potenz wichtig sind, befinden.

Nach Angaben der Entwickler verspüren 98 Prozent aller Patienten nach der OP keine Potenzprobleme. Nachteil: Die Methode kann nur bei kleinen Tumoren von unter einem Zentimeter Durchmesser angewandt werden. Der Krebs muss also sehr früh erkannt werden.

In vergangener Zeit war Impotenz eine der häufigsten Folgen nach einer OP an der Prostata. Fast jeder Vierte war in seiner Sexualität beeinträchtigt, da zu viele Nerven beim Eingriff beschädigt wurden, erklärt Manfred Wirth von der Urologischen Klinik der TU in Dresden.

Operationen, die in der Vergangenheit durch Roboter unterstützt wurden, zeigten durchweg Erfolge: In den USA wurden 2006 rund 30.000 erfolgreiche Eingriffe von einem Roboter unterstützt.

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