Tomaten gegen Sonnenbrand

Tomatensaft hilft bei Muskelkater

Dass Tomaten nicht nur gut schmecken, sondern auch vor Sonnenbrand schützen, behaupten Forscher aus Düsseldorf. Doch ein Verzicht auf Sonnencreme ist (noch) nicht ratsam.

Wer tomatenrote Haut nach dem Sonnenbad vermeiden will, sollte nach Ansicht von Wissenschaftlern der Düsseldorfer Uni lieber schon mal mit dem roten Gemüse vorsorgen. Die Forscher um Professor Wilhelm Stahl vom Zentrum für Physiologische Chemie fanden nämlich heraus, dass der Genuss von Tomaten einen UV-Filter für die Haut aufbaut.

Verantwortlich für den Sonnenschutz ist die Substanz Lycopin, der rote Farbstoff der Tomate. "Im Körper beweist sich Lycopin als effektiver Radikalfänger", sagt Stahl. Radikale bilden sich durch Sonneneinstrahlung in den Hautzellen und zerstören sie, was äußerlich zu Sonnenbrand führt.

Herausgefunden haben das die Düsseldorfer Forscher in einem Test mit neun Versuchspersonen, die zehn Wochen lang täglich Tomatenmark-Brote mit Olivenöl essen mussten. Nach dem Test waren die Markesser im Vergleich zu einer Kontrollgruppe tomatenstark: "Sie konnten auf einen Schutzfaktor von 2 bis 3 vertrauen – permanent und wasserfest", so Stahl.

Die Mixtur: Die Testpersonen aßen täglich 40 Gramm Tomatenmark, was ungefähr 16 Milligram Lycopin entspricht, vermischt mit 10 Gramm Olivenöl. Denn wenn man Tomaten mit Öl vermischt, können sie ihre Wirkung besonders gut entfalten, so die Meinung der Forscher.

Aber Stahl warnt: "das ist keine praktikable Lösung, sich für einen Urlaub in der Karibik vorzubereiten. Wir wollten nur den wissenschaftlichen Nachweis erbringen, dass die alltägliche Ernährung eine Rolle spielt."

Trotzdem meint der Forscher: "Mit Hilfe von Lebensmitteln aus dem Supermarkt lässt sich der entsprechende Grundschutz vor dem Sonnenlicht erhöhen."

Frühere Studien belegten schon, dass Tomaten vor Herzinfarkt schützen. Also kochen Sie öfter mal italienisch, mit viel Tomaten und gutem Olivenöl. So angenehm kann Gesundheit sein...

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