Krebsverdacht bei rotem Fleisch: Rotes Fleisch nur in Maßen genießen

Warnung vor Gesundheitsschäden durch Blei in Wildfleisch
Zu viel rotes Fleisch steht im Verdacht, ungesund zu sein

Rotes Fleisch steht im Verdacht, Darmkrebs auslösen zu können. Hier erfahren Sie die neuesten Fakten

Rotes Fleisch ist nicht so umstritten wie Innereien. Dennoch warnen manche Forscher vor Steak & Co. Muskelfleisch von Rind, Schwein und Lamm steht im Verdacht, an der Entstehung von Krebs mitzuwirken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt deshalb den Verzehr von maximal 600 Gramm Fleisch pro Woche. Für rotes Fleisch liegt die Empfehlung bei höchstens 70 Gramm pro Tag, also 490 Gramm die Woche. Viele Männer essen die doppelte Menge. Die vom Bundesministerium für Ernährung herausgegebene Verzehrstudie ermittelte einen Durchschnittswert von 721 Gramm Fleisch pro Woche bei Männern, Frauen essen etwa die Hälfte (371).

Darmkrebs durch Steak
Die europäische Langzeitstudie zu Ernährung und Krebserkrankungen (EPIC) zeigt, dass häufiger Verzehr von rotem Fleisch das Darmkrebs-Risiko erhöht. Demnach steigt die Gefahr um 49 Prozent, wenn Sie um 100 Gramm über der empfohlenen Tageszufuhr liegen. Das ist aber nicht alles. Die US-Behörde National Institutes of Health hat 545 000 Personen 10 Jahre lang beobachtet. Der tägliche Verzehr von 250 Gramm rotem Fleisch erhöhte in diesem Zeitraum bei Männern das Risiko eines Krebs-todes um 22 Prozent, die Gefahr eines tödlichen Herzinfarktes um 27 Prozent. Weißes Fleisch von Geflügel oder Fisch hat dagegen keine derartigen Konsequenzen.

Ursache ist noch unklar
"Noch ist nicht genau geklärt, wie rotes Fleisch schaden und weißes schützen soll", sagt Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder. Im roten enthaltenes Eisen, das die Bildung schädlicher Nitroso-Verbindungen im Körper fördern kann, kommt als Ursache in Frage. Möglicherweise aber ist eine einseitige Ernährung das Hauptrisiko.

Die Lösung:Abwechslung
Gesunde Inhaltsstoffe aus Fisch und Gemüse minimieren das Erkrankungsrisiko. "Bringen Sie Abwechslung in den Fleischverzehr", rät die Expertin. Also: heute Rind, morgen Fisch und am Tag darauf Hühnchen. Am wichtigsten aber ist, dass Sie reichlich Obst, Salat, Gemüse und Kräuter dazu essen.

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