Rückenschmerzen

Sechs Wege, Haltung zu bewahren

Ursachen
Schlechte Körperhaltung und fehlende Bewegung sind die größten Feinde des Rückens. Die Folge: Verspannungen, Schäden an Bandscheiben und Gelenken und jede Menge Schmerzen.

Vorbeugung
• Die Muskulatur stärken.
Bewegung ist der beste Schutz vor Rückenschmerzen: Je stärker das umliegende Muskelkorsett, desto mehr wird die Wirbelsäule entlastet. Besonders wirksam sind Krafttraining, Gymnastik, Schwimmen, Laufen und Radfahren.
• Richtig schlafen.
Erste Wahl bei Rückenproblemen ist die Seitenlage: beide Knie und die Hüften anwinkeln (Embryonal-Haltung), den Kopf auf ein flaches Kissen legen. Wer lieber auf dem Rücken schläft, sollte zumindest die Beine leicht anwinkeln oder ein Kissen unter die Knie legen – so behält die Wirbelsäule auch nachts ihre physiologische Form.
• Beim Heben in die Knie.
Möglichst nah an die (schwere) Last herantreten, leicht in die Knie gehen und dann gleichmäßig anheben – die Kraft kommt aus den Beinen. Das gleiche im Rückwärtsgang beim Absetzen.

Selbsthilfe
• Nicht im Bett bleiben.
Nur bei starken Schmerzen sind einige Tage Bettruhe sinnvoll. Sobald es geht, sollte man aufstehen und aktiv werden. Längere Ruhe führt zu einer Minderbeanspruchung der wichtigen Muskulatur und einem Funktionsverlust der Wirbelsäule, der normale Stoffwechsel des Bandscheibengewebes wird gestört.
• Dehnübungen gegen den Schmerz.
Stretching wirkt bei leichteren Beschwerden oft Wunder: In Bauchlage Oberkörper und Arme vom Boden abheben, Beine bleiben am Boden, die Spannung zehn Sekunden halten. Dann auf den Rücken umdrehen, kurz entspannen, erst ein Knie, dann das andere zur Brust ziehen, die Lendenwirbelsäule dabei auf den Boden drücken, zehn Sekunden halten.
• Thermotherapie.
Wärme weitet die Blutgefäße, fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Deshalb bei Rückenschmerzen vors Rotlicht oder in die Wanne (Badezusätze mit Baldrian, Hopfen oder Melisse unterstützen den entspannenden Effekt). Auch Kälte (zum Beispiel Eispackungen) kann helfen: Sie bremst den Stoffwechsel, entzündliche Reizzustände und Schmerzen werden gehemmt (sinnvoll eingesetzt bei Überdehnung, arthritischer Gelenkreizung und Nervenentzündungen).

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