Hightech-Verhütung: Samenfluss per Fernbedienung

Mehr Spaß im Bett durch Hightech-Verhütung
Mehr Spaß im Bett durch Verhütung per Fernbedienung

Ein neues Hightech-Verhütungsmittel soll durch ein ferngesteuertes Ventil ungewollte Ejakulation verhindern

Eine Pille für den Mann ist noch nicht in Aussicht. Doch australische Forscher der University of Adelaide haben eine Alternative entwickelt: ein ferngesteuertes Implantat im Penis soll den Samenfluss stoppen. Wer auf diese Weise verhüten will, muss allerdings einen kleinen Eingriff über sich ergehen lassen. Das Ventil wird in den Samenleiter eingepflanzt um eine Ejakulation zu verhindern. Per Fernbedienung wird das Implantat gesteuert.

Bislang blieb Männern neben dem Kondom nur die Sterilisation als Mittel gegen unerwünschten Nachwuchs. Eindeutiger Nachteil hierbei: ein rückgängig machen ist mit erheblichen Komplikationen verbunden und oft gar nicht mehr möglich.

Fast wie eine Fernbedienung
Das Ventil verfügt über zwei Einstellungen: "offen" und "geschlossen". "Fast wie eine Fernbedienung", meint Forschungsleiter Al-Sawari. Vorteil dieses Implantates sei der einfache Eingriff, bei dem das Hightech-Gerät eingepflanzt wird. "Dafür muss man nicht mal ins Krankenhaus", so Forschungsmitglied Derek Abbott.

Die Forscher müssen jedoch auch einige Schwachstellen der Erfindung zugeben. Das Ventil könnte nach einer gewissen Zeit durch das im Sperma enthaltene Eiweiß verkleben. Das kann sogar dazu führen, dass der Mann dauerhaft unfruchtbar bleibt. "Eigentlich ist das Gerät für jene Männer gedacht, die an eine Sterilisation denken, aber noch eine Gnadenfrist ihrer Fruchtbarkeit haben wollen", erklärt Abbott.

Sponsored SectionAnzeige