SARS: 3,5 Prozent der Infizierten sterben

Rotwein gegen das Kribbeln in der Nase?
Niesen und Husten gelten als wahrscheinlichste Übertragungswege

Besonders gefährdet sind alte Menschen: Mit Hilfe eines Enzymtests könne man vorhersagen, für welche Patienten SARS tödlich verlaufen kann, berichten Hongkonger Forscher.

Bislang sind mindestens 103 Menschen an der Lungenerkrankung SARS gestorben und 2750 Menschen in 20 Ländern haben sich mit dem Erreger - vermutlich ein neuartiger Coronavirus - infiziert.

3,5 Prozent der Infizierten sterben – bei den Opfern fand man ein besonders hohes Level eines Enzyms im Blut, dass auf starke Lungenschäden hinweist, ergaben Untersuchungen an 138 Patienten in Hongkong. Alle hatten sich bei der gleichen Person infiziert. Die Inkubationszeit lag zwischen zwei und 16 Tagen. Das Sterberisiko nimmt mit dem Alter der Patienten zu.

Die häufigsten Symptome sind Fieber, Schüttelfrost und Muskelschmerzen sowie Husten und Kopfschmerzen, berichten die Forscher. Sie vermuten, dass SARS sich per Tröpfchen-Infektion durch Niesen oder Husten verbreitet.

Herkunft unbekannt
Noch immer ist nicht bekannt, woher der mysteriöse Virus stammt. Spekulationen, dass Kakerlaken an der Übertragung beteiligt sein könnten, gelten laut Weltgesundheitsorganisation WHO als wenig wahrscheinlich.

Offenbar gibt es so genannte Superspreader: Infizierte, die das Virus leichter übertragen als andere. Insgesamt wird das Ansteckungsrisiko seitens der WHO als gering bewertet, heißt es.

Die WHO hatte Experten in das vermutliche Ursprungsland China gesandt. Der Befund: Während in der Provinz Guangdong die Zahl der Neuansteckungen zurückgeht, bleibt die Lage in Peking und dem Rest Chinas unübersichtlich: Mann wisse, was in Gaungdong passiere, aber nicht, was in den anderen Provinzen des 1,3-Milliarden-Einwohnerlandes vorgehe, so ein WHO-Sprecher.

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