Das hohe C aus der Dose

1102 E Sauerkraut
Vitamine aus der Dose...

Weißkohl ist eine Vitamin-C-Bombe. Wo überlebt es am besten: in Dose, Glas oder Fass?

Mau sieht’s jetzt wieder aus am Obststand. Um den Vitamin-C-Bedarf von mindestens 100 mg pro Tag zu decken, gibt’s zwar noch Orangen und Zitronen. Leckerer aber ist Bratwurst mit Sauerkraut. Der essigsaure, geraspelte Weißkohl ist nämlich ein Mega-Lieferant für Ascorbinsäure. Doch wie viel steckt noch in Dose, Glas oder Fass? Wir haben sieben Sorten von dem unabhängigen Labor SGS-Natec (Hamburg) testen lassen.

Resultat
Schwankende Vitamin-C-Werte von 6,6 bis 22,9 mg/100 ml:

Platz 1: Das meiste Vitamin C enthielt "Bio Frischkost Sauerkraut Eden" (Glas) aus dem Reformhaus,

Platz 2: "Echtes Lübbenauer Sauerkraut" im Kilo-Eimer vom Obststand (22,4 mg/ 100 ml).

Die Schlusslichter: Kühnes "Holsteiner Fasskraut" (Glas) und "Weinkraut" (Tüte).

Erklärung
"Ein Naturprodukt unterliegt natürlichen Schwankungen", so die Lebensmitteltechnologin Ingrid Bujara von SGS-Natec. "Die Verluste entstehen bei der Herstellung, weil Ascorbinsäure empfindlich auf Hitze, Sauerstoff und Schwermetallionen – von Kupfer und Eisen – reagiert." Der natürliche Vitamin-C-Gehalt von Weißkohl liegt bei 30 bis 60 mg/100 g, wobei das Basisprodukt entscheidend ist.

"Erfahrungsgemäß verfügt die Industrie über sehr schonende Verfahren", sagt Ingrid Bujara. Dass in der Stichprobe die Kleinanbieter vorn lagen, bedeute, "dass der Produzent den besseren Kohl und diesen schneller verarbeitet hat."

Fazit Kaufen Sie Ihr Kraut ruhig im Supermarkt, wo es mit Sicherheit hygienisch einwandfrei und günstig ist. Das Argument für den beherzten Griff in ein offenes Fass ist der Geschmack: In der Dose steckt immer nur Einheitswürze, auf dem Markt aber können Sie eine tolle Rezeptur erwischen.

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