Verwischte Bereiche : Schärfe und Unschärfe im Bild

Unscharfer Hintergrund
Durch das Mitziehen der Kamera erscheint der Fahrer auf dem Bild scharf. Der Hintergrund verwischt

Verwischte unscharfe Bereiche sind der beste Weg, um Bewegung im Foto darzustellen. Das Motto: Unschärfe mit Köpfchen

Beabsichtigte Unschärfe: Die gerichtete Verwischung
Durch den Gegensatz von verwischten und scharfen Bereichen eines Bildes können Sie Bewegung darstellen. Entweder der Hintergrund bleibt scharf und das bewegte Objekt verwischt. Oder Ihr Motiv ist scharf vor einem verwischten Hintergrund zu sehen.

Letzteres erreichen Sie durch die Technik des Mitziehens. Sie halten die Kamera auf das bewegte Objekt gerichtet und folgen der Bewegung auch dann, wenn Sie den Auslöser betätigt haben. Auf diese Weise betonen Sie das Motiv und lassen den unwichtigen Hintergrund zurücktreten.

Aufnahme aus dem fahrenden Auto heraus
Interessante Effekte erhalten Sie auch, wenn Sie im fahrenden Auto durch die Frontscheibe den Gegenverkehr fotografieren. Die eigene Motorhaube und der direkt entgegenkommende Verkehr werden scharf abgebildet. Alles was weiter vom Mittelpunkt entfernt ist, wird zunehmend unscharf. Wie bei einer Explosion gehen verwischte Strahlen von der Mitte in alle Richtungen.

Wählen Sie eine Belichtungszeit, die lang genug ist, um die Verwischung entstehen zu lassen. Sie darf jedoch nicht zu lang sein, da sonst das Objekt gar nicht mehr erkennbar ist und die Verwischung übertrieben wird. Welche Verschlusszeit angebracht ist, hängt von den jeweiligen Umständen wie der tatsächlichen Geschwindigkeit und der Entfernung ab.

Viel Übung erforderlich
Je stärker die Verwischung im Bild ist, umso schneller scheint sich das Motiv bewegt zu haben. Sie können also durch die Wahl der geeigneten Belichtungszeit ein Objekt schneller oder langsamer erscheinen lassen. Besonders deutlich wird dieser Effekt, wenn die scharfen Teile im Bild tatsächlich gestochen scharf sind.

Gute Ergebnisse mit diesen Techniken sind nicht einfach zu erzielen. Sie erforden viel Übung. Am besten ein verwenden Sie dafür Stativ, auf dem Sie die Kamera kontinuierlich mit dem Objekt mitführen können. Das vermindert die Gefahr von unkontrollierten "Zuckungen" der menschlichen Hand.

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