Video-Interview: Schießen Sie mal los, Herr Gomez!

Im Gespräch verrät Ihnen Fußball-Star Mario Gomez, warum er auf dem Spielfeld nicht zu stoppen ist
Video: Fußball-Star Mario Gomez im Men's-Health-Interview

Im Gespräch verrät Ihnen Fußball-Star Mario Gomez, warum er auf dem Spielfeld nicht zu stoppen ist

Der Fußball-Star im Überblick
Vollständiger Name: Mario Gómez García
Geburtstag/-ort: 10. Juli 1985 in Riedlingen
Größe: 1,89 m
Gewicht: 85 kg
Position: Angriff
Spielfuß: beidfüßig, Schwerpunkt rechts
Vereinshistorie: SV Unlingen, FV Saulgau, SSV Ulm 1846, VfB Stuttgart, Bayern München (seit 2009)
Bundesliga-Statistik: 215 Spiele, 126 Tore
Nationalteam-Statistik: 51 Spiele, 21 Tore
Größte Erfolge: Als Spieler von an Beşiktaş Istanbul Meister und mit 26 Toren wurde Gómez auch Torschützenkönig der Süper Lig, Deutscher Meister 2007 (VfB) und 2010 (FCB), DFB-Pokalsieger 2010 (FCB), 2. bei der Fußball-EM 2008, 3. bei der Fußball-WM 2010, Fußballer des Jahres 2007, Deutscher A-Junioren-Meister 2003
Homepage:mario-gomez.de

Was kann Sie stoppen – außer diesem Men’s-Health-Interview?
In Sachen Fußball kaum etwas. Schon als Kind habe ich zu Hause im Wohnzimmer gekickt. Wenn meine Eltern sagten, dass ich aufhören soll, weil mal eine Vase zu Bruch gegangen war, habe ich einfach so lange weitergespielt, bis das Essen auf dem Tisch stand.

Mario Gomez:
In Sachen Fußball kann Mario Gomez kaum etwas stoppen

Wurden die Kosten für neue Vasen von Ihrem Taschengeld abgezogen?
Nein, meine Mutter hat nie Stress gemacht. Sie und mein Vater haben erkannt, dass ich Spaß am Kicken hatte. Im Übrigen habe ich schon relativ früh versucht, gut zu zielen –viel ist da also nicht zu Bruch gegangen. Den Spaß am Spiel habe ich mir bewahrt. Ich bin sicher, dass diese Leidenschaft für den Erfolg wichtiger ist als Disziplin oder Ehrgeiz.

Sie freuen sich also auch heute noch auf jede einzelne Trainingseinheit?
Klar, es gibt Tage, an denen ich mal zu Hause bleiben möchte. Aber ich kann mich immer motivieren. Ich schätze es, von super Fußballern umgeben zu sein, die mir viele Impulse geben. Das ist jeden Tag ein Anreiz für mich.

Haben Sie irgendwelche Vorbilder?
Ja, meinen Vater. Der kam als Jugendlicher nach Deutschland, hat kein Wort Deutsch gesprochen, sich mit 21 dann sein eigenes Haus gebaut. Das zeigt, was man mit harter Arbeit, mit Willen und Disziplin erreichen kann.

In einer Mannschaft gibt es viel Konkurrenz. Wie setzen Sie sich durch?
Das ist ja das Schöne am Mannschaftssport: Man kann da nichts alleine erreichen. Es gibt nichts Schöneres als Emotionen nach einem Sieg oder Titel. In der Kabine, wenn sich alle in den Armen liegen, wenn man sich in die Augen sieht und sagt: „Wir haben was Großartiges geleistet.“ Die Momente will ich nicht missen. Im Alltag bedeutet es: Jeder will spielen, gibt sein Bestes. Nur darauf sollte man sich konzentrieren: auf die eigene Leistung. Ich werde nie ein persönliches Problem mit einem haben, der Vollgas gibt und vor mir spielt. Zudem gilt: Der Trainer entscheidet.

Setzt es Sie sehr unter Druck, dass Sie immer Vollgas geben müssen, damit der Trainer sich für Sie entscheidet?
Nicht wirklich. Ich selbst gehe in jedes Spiel mit den Vorsätzen: Ich will gut spielen, ich will ein Tor schießen, ich will gewinnen! Mehr Druck kann man nicht bekommen.

Gibt es überhaupt eine Schwäche, die Sie an sich ausmachen?
Manchmal denke ich, es wäre schön, so ein leichtfüßiger, filigraner Spieler wie Franck Ribéry zu sein. Aber ich bin zufrieden mit dem, was ich kann. Denn es ermöglicht mir genau das, was ich am Fußball so liebe: Druck machen, aktiv sein, das Tor suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, Verteidiger zu sein und den anderen hinterherzurennen.

Als Kind waren Sie Barcelona-Fan, Ihr Vater glühender Real-Madrid-Anhänger. Gab’s Zoff?

Nein. Meine Leidenschaft für Barça kam durch Romário, der dort spielte und mein Vorbild war. Mein Vater war von Real nicht abzubringen. Das hat sich aber geändert.

Sie haben sich durchgesetzt und Ihren Vater zum Barça-Fan gemacht?
Nicht ganz. Mein Vater ist jetzt immer Fan von der Mannschaft, in der ich spiele.

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