Fressattacken: Schlafmangel macht Männer hungrig

Wenn Männer nachts mehr schlafen, essen sie automatisch weniger
Da war die Nacht wohl ziemlich kurz: wenig Schlaf macht Männer hungrig

Wenn Männer nachts mehr schlafen, essen sie automatisch weniger. Schuld ist das appetitanregende Hormon Ghrelin

Wer nach einer durchzechten Nacht so richtig Kohldampf hat, muss sich offenbar nicht wundern. Denn durch zu wenig Schlaf steigt bei Männern der Ghrelin-Spiegel, so eine US-Studie. Ghrelin ist ein Hormon, das vor allem in der Magenschleimhaut produziert wird und appetitanregend wirkt. Umgekehrt gilt: Wenn Männer nachts mehr schlafen, essen sie automatisch weniger, behaupten die Forscher der Columbia Universität in New York. Denn dann werde weniger des appetitanregenden Hormons produziert und der Hunger gedrosselt.

Studienleiterin Marie-Pierre St-Onge verordnete Freiwilligen eine kurze Schlafdauer von vier Stunden und eine gewöhnliche Schlafdauer von neun Stunden. Daraufhin kontrollierten die Wissenschaftler die jeweiligen Hormonwerte. Ergebnis: Wer abnehmen will, sollte genügend schlafen, raten die Forscher.

Interessant: Auch Frauen können bei Schlafmangel mehr essen als nach einer durchgeschlafenen Nacht. Doch das liege bei ihnen am Peptidhormon Glukagon. Dieses stimuliert das Sättigungsgefühl und sinkt bei Frauen nach einer kurzen Nacht, so die Forscher.

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