Schlecht drauf: Schlechte Laune ist gesund

Wer hin und wieder "schlecht drauf" ist, tut damit etwas für seine Gesundheit und ein langes Leben. Erst bei einer Überdosis an Depressionen oder andauernden negativen Stimmungen ist Gefahr im Verzug

Miese Stimmung ist — in Maßen genossen — gut für Sie. So lautet das gemeinsame Fazit zweier aktueller, voneinander unabhängiger Studien, berichtet die Fachzeitschrift "ZNS-Spektrum". Danach ist eine vorübergehende Missstimmung als ein Schnupfen der Psyche zu interpretieren: Typische Anzeichen wie Antriebsmangel, Interessenlosigkeit und Entscheidungsschwäche wirken nach Angaben der Forscher wie "eine sinnvolle psychosoziale Bremse". Depressionen sind demnach also gesunde Abwehrmechanismen, die verhindern, dass man sich durch weitere Anstrengungen, Kämpfe und Konkurrenzgefechte verschleißt. Statt dessen wird so der Ausstieg aus einem Teufelskreis möglich. Genau wie bei einer harmlosen Erkältung kann es deshalb auch schädlich sein, diese seelischen Abwehrmechanismen zu unterbinden.

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