Hirnforschung: Schlechte Laune durch fehlerhafte Gene

Streitsucht soll in den Genen liegen
Sind Gene Schuld an schlechter Laune?

Miesepeter könnten einfach die falschen Gene in sich haben. Diese machen sie immun gegen Glückshormone

Wer häufig aggressiv und übellaunig ist, könnte die Ursache in seinen Genen finden. Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass bestimmte Variationen im Gen HTR2C mit aggressivem Verhalten einhergehe, während Menschen mit anderen Abweichungen des Genes ein besonders friedfertiges Verhalten zeigten. Grund: Das verantwortliche Gen steuert offenbar die Wirkung des Glückshormons Serotonin im Gehirn.

Ein erhöhter Serotoninspiegel macht die Menschen friedlicher und glücklicher. Die Wissenschaftler um Indrani Halder von der Universität Pittsburgh wollten herausfinden, warum die Menschen bei vergleichbaren Konzentrationen von Serotonin dennoch unterschiedlich reagieren. Mit Hilfe der Ergebnisse sollen Risikopatienten frühzeitig erkannt werden, hoffen die Forscher. Denn Aggressivität erhöhe das Risiko für Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Problemen mit dem Zuckerstoffwechsel.

In der Pubertät tickt das Gehirn anders

In einer anderen Studie untersuchten amerikanische Wissenschaftler die Gehirne von Jugendlichen auf der Suche nach Ursachen für deren eigenwilliges und unkontrolliertes Verhalten. Für pubertäre Angst- und Unruhezustände sei das Hormon Allopregnanolon verantwortlich, so Sheryl Smith vom SUNY Downstate Medical Center in New York. Verblüffend sei, dass dieses Hormon bei erwachsenen Menschen die gegenteilige Wirkung hervorrufe und eher emotional beruhigend wirke.

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