Schmerbauch: Schmerbauch genetisch bedingt?

Sie brauchten eine Stütze

Dass manche Menschen Fett hauptsächlich am Bauch ansetzen, könnte an einem Enzym liegen. Das erklärt auch die höhere Sterblichkeit der Fettbäuchigen gegenüber anderen Dicken.

Ein Körper-Enzym ist schuld, dass manche Leute einen sogenannten Apfel-Bauch bekommen. Zumindest behaupten das Forscher der Harvard-Medical-School in Boston, USA in der Wissenschaftszeitschrift Science: Die Überproduktion des körpereigenen Fett-Enzyms 11beta-HSD-1 führt bei den Betreffenden zu fetten Bäuchen.

Ihr Beweis: Sie veränderten Mäuse durch Gentechnik, so dass diese das Enzym im Überschuss produzierten. Das Molekül lagerte sich im Fettgewebe ab und die Mäuse bekamen Schmerbäuche. Aber nicht nur das: Sie zeigten bald die Symptome, die auch Menschen mit kugelrunden Bäuchen zu schaffen machen: Bluthochdruck und Insulinresistenz.

Schmerbauch macht Stress
Mediziner hatten in anderen Untersuchungen bereits herausgefunden, dass Menschen mit Fettbäuchen eher sterben als Dicke, deren Fettmassen sich eher auf Hüfte und Po verteilen. Warum, war bis jetzt unklar.

Die Untersuchung der Harvard-Forscher gibt eine mögliche Erklärung: Wenn sich die Konzentration dieses Fett-Enzyms im Körper erhöht, wird automatisch viel mehr des Stresshormons Kortisol produziert. Diesen Kortisol-Anstieg konnte bei den Versuchsmäusen im Fettgewebe gemessen werden. Viele Stresshormone belasten den Körper, und damit sind die Betroffenen anfälliger für Krankheiten.

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