Filmtipp "Contraband": Schmuggel-Action mit Mark Wahlberg

Trailer zum Film
Trailer zum Film "Contraband"

Ein ehemaliger Schieberkönig muss ein letztes großes Ding drehen. Der Action-Thriller „Contraband“ mit Mark Wahlberg ist zwar vorhersehbar, aber auch eine hochspannende Zitterpartie

Der Film, in dem „der letzte große Coup“ glattläuft muss wohl noch erfunden werden. Denn auch im Action-Thriller Contraband, in dem Mark Wahlberg als Ex-Schmugglerkönig nur noch ein letztes Ding drehen will, um seinem Schwager aus der Patsche zu helfen, läuft so ziemlich alles aus dem Ruder. Was Contraband von einem typischen Heist-Movie wie Ocean’s Eleven unterscheidet, ist nicht der absehbare Ausgang (der Thriller ist leider mehr als vorhersehbar), sondern eine temporeiche, ziemlich verschachtelte und vor allem hochspannende Action-Story. Folge: Das eher unspektakuläre Schmuggeln von Falschgeld auf einem Containerschiff wird zur packenden Zitterpartie.

Chris Farraday (Mark Wahlberg) hat seine Schmugglerkarriere für Familie und Frau Kate (Kate Beckinsale) an den Nagel gehängt
Chris Farraday (Mark Wahlberg) will noch eine großes Ding drehen, um seine Söhne und Frau Kate (Kate Beckinsale) vor den Drohungen der Drogenmafia zu schützen

Darum geht’s: Chris Farraday (Mark Wahlberg) hat seine Schmugglerkarriere für seine 2 kleinen Söhne und seine Frau Kate (Kate Beckinsale) an den Nagel gehängt. Doch als Kates kleiner Bruder einen großen Drogen-Deal ins Wasser fallen lässt und sein psychopathischer Auftraggeber als Rache die gesamte Familie bedroht, aktiviert Farraday seine alten Kontakte. Während sich sein bester Kumpel Sebastian (Ben Foster) um seine Familie kümmert, will der ehemalige Schieberkönig von New Orleans ein letztes Ding drehen. Gemeinsam mit seinem Schwager heuert er auf einem großen Frachtschiff an, auf dem er eine gigantische Menge Falschgeld aus Panama nach New Orleans schmuggeln will. Doch der Blüten-Deal läuft schief und Farraday muss spontan umdisponieren, um seine Familie vor den Drohungen der Drogenmafia zu schützen.

Mark Wahlberg beherrscht die Rolle des sympathischen Familienvaters/Ganoven schon fast schlafwandlerisch
Mark Wahlberg beherrscht die Rolle des sympathischen Familienvaters/Ganoven schon fast schlafwandlerisch

Herausforderung fürs Nervenkostüm

Das Remake des isländischen Drogenschmuggel-Thrillers Reykjavik – Rotterdam wird bei Regisseur Baltasar Kormákur (spielt übrigens im Original die Hauptrolle) zum soliden Actionfilm. Auch wenn Kormákur bei der Story häufig übers Ziel hinausschießt: Nicht nur, dass die routinierten Schmuggler ein vollbeladenes Containerschiff bei voller Fahrt gegen eine Hafenmauer setzen, sie überfallen auch trotz akutem Zeitmangel noch kurzerhand einen Geldtransporter in Panama City. Obwohl die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt, entwickelt sich Contraband zu einer erfreulichen Herausforderung fürs Nervenkostüm – dank cooler Verfolgungsjagden und eindringlicher Kameraeinstellungen. Die Schauspieler leisten ebenfalls eine solide Vorstellung, Mark Wahlberg beherrscht die Rolle des sympathischen Familienvaters/Ganoven schon fast schlafwandlerisch.

Fazit:Contraband ist ein routinierter, aber mitreißender Actionkracher. Echte Kerle werden dem Film das ein oder andere Klischee bestimmt verzeihen.

Contraband (USA 2012)
Regie: Baltasar Kormákur
Drehbuch: Aaron Guzikowski
Darsteller: Mark Wahlberg, Giovanni Ribisi, Ben Foster, Kate Beckinsale
Länge: 109 Minuten
Start: 15. März 2012

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