Schlafforschung: Schnarcher mit Erektionsstörungen

Morgenerektion: Jeder (gesunde) Mann kennt das Phänomen
Schnarchen und Erektion hängen oft miteinander zusammen

Eine schlechte Durchblutung kann zu Schnarchen und Impotenz führen

Wer schnarcht, leidet auch oft an Erektionsstörungen. Denn beide Vorgänge werden offenbar vom selben Durchblutungsmechanismus gesteuert, so eine Erkenntnis, die Wissenschaftler am vergangenen Wochenende auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin in Kassel präsentierten. Ströme das Blut nicht richtig, könnten die Atemwege nicht freigehalten werden, so der Leiter der Tagung, Martin Konermann. Der Mensch beginne zu schnarchen – und die Erektion bleibe aus.

Eine weitere Erkenntnis: Zwar leiden insgesamt rund 16 Prozent aller Männer an einer erektilen Dysfunktion. Wenn aber trotzdem eine (Morgen-)Erektion im Schlaf stattfindet, wisse der Betroffene, dass sein Problem psychisch und nicht körperlich bedingt sei. In solchen Fällen können Medikamente wie Viagra helfen. Männer die das Medikament vor dem Schlafengehen nahmen, hatten nach einem Jahr deutlich weniger Probleme, so eine auf der Tagung vorgestellte Studie.

Ansonsten sei eine Erektion nach dem Aufwachen aber völlig normal und nur ein Zeichen einer gesunden Durchblutung. Da nicht jeder Mensch täglich sexuell aktiv sei, prüfe unser Körper alle Funktionen mithilfe regelmäßiger Durchblutung. Dieser Vorgang würde durch Träume gesteuert, so Konermann. Allerdings sei der Inhalt des Traums – sexuell oder nicht, unwichtig für die Erektion.

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