Gib Lesestoff!

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Wer schnell liest, kann auch länger Pause machen.

Keine Angst vor Papierbergen: Mit diesen Turbo-Techniken qualifizieren Sie sich für die Formel 1 des Schnell-Lesens

Rechts ein Stapel Zeitschriften, links ein Turm mit Fachliteratur, und vor der Nase ein Berg Post. Wer soll denn so viel bedrucktes Papier durchackern? Sie natürlich! Geht nicht? Geht doch! Sie müssen lediglich die Technik beherrschen. Wir stellen Ihnen hier effektive Methoden für schnelleres Lesen vor.

Wenn Sie nämlich flugs erkennen, was wichtig ist und das dann ruckzuck wegarbeiten. Wie das funktionieren soll? Ganz einfach, Sie müssen doppelt so schnell lesen. "Der Standard sind 240 Wörter pro Minute. Die dreifache Geschwindigkeit kann man problemlos erlernen. Mit Hilfe eines sehr aufwändigen Einzeltrainings ist theoretisch sogar die zehnfache Geschwindigkeit möglich", versichert Walter Uwe Michelmann, Schnelllese-Trainer und Buchautor.Die Lesetricks:oEiskalt ausmisten
oÜberblick verschaffenoIn die Tiefe tauchen
oLesen im Turbo -TempooMind-Mapping

1. Eiskalt ausmisten

Lassen Sie sich vom Papierwust auf Ihrem Schreibtisch nur nicht unter Druck setzen. Überlegen Sie zuerst: Was muss ich gründlich lesen (weniges), was lediglich überfliegen (vieles) und was kann sofort weg (das meiste)?

Vermeiden Sie außerdem alle Störfaktoren. Beim Lesen sieht man zwar nur eine vergleichsweise kleine Fläche scharf, das Auge registriert allerdings jede Bewegung drumherum. Entfernen Sie deshalb aus Ihrem Gesichtsfeld sämtliche Dinge, die sich bewegen – den Bildschirmschoner, den TV-Bildschirm, flackernde Kerzen etc.

2. Überblick verschaffen

Bei Büchern gehen Sie den Klappentext, Inhalts- und Stichwortverzeichnis (Überschriften und Zwischentitel) durch und suchen dort nach Schlüsselwörtern, die für Ihr Thema, Ressort oder Projekt wichtig sind. Suchen Sie ganz gezielt nach Fotos, Abbildungen, Grafiken und Info-Kästen. Anschließend gehen Sie zu den scheinbar interessanten Kapiteln, lesen allerdings lediglich deren Anfang und Ende.

Wenn der Erst-Check ergeben hat, dass ein Buch wichtig für Sie ist, dann blättern Sie es durch, und zwar im Sekundentakt. "Bei einem normalen Druckbild erfassen Sie auf diese Weise etwa ein Viertel der Textmenge", sagt Michelmann. Sie überfliegen die Seiten. Schon bald schaffen Sie rund 100 Seiten in eineinhalb Minuten.

Bei einem Zeitungsartikel reichen Überschrift, Vorspann, erster und letzter Absatz sowie die Zwischentitel um einzuschätzen, ob Sie den Bericht intensiv lesen müssen.

3. In die Tiefe tauchen

Jetzt geht’s in die Tiefe. Durchsuchen Sie den Text Ihrer Fragestellung entsprechend. Lassen Sie sich auf keinen Fall von Ihrem Ziel abbringen, auch wenn Sie nebenbei Infos entdecken, die Ihnen interessant erscheinen. Ein Beispiel: Sie sind Banker und müssen über die aktuellen Börsentrends Bescheid wissen. Sie haben einen seitenlangen Artikel über Neuemissionen vor sich. Konzentrieren Sie sich also zunächst nur auf die Details zu den Firmen. Erst später widmen Sie sich allgemeinen Informationen über die jeweilige Branche.

4. Lesen im Turbo-Tempo

Sie haben erkannt, dass der Artikel oder das Buch wichtig für Sie ist. Sie wollen es lesen, und zwar möglichst zügig. Dafür gibt es verschiedene bewährte Techniken. Auch wenn sich einige der Vorschläge im ersten Moment sehr merkwürdig anhören, sind sie doch außerordentlich nützlich.
Mehr zum Lesen im Turbo-Tempo.

5. Mind-Mapping ist eine gedankliche Landkarte

Damit Sie auch behalten, was Sie sich da zu Gemüte geführt haben, legen Sie eine Mind-Map an, ein grafisches Schaubild: Zeichnen Sie für das Hauptthema in die Mitte eines Papiers ein Bild oder Symbol, zeichnen Sie ausgehend von diesem Punkt für jeden zusätlichen Aspekt oder Unterpunkt eine Linie, die Sie mit einem Schlüsselwort verbinden. Von dort gehen weitere Verästelungen aus. Vorteil gedanklicher Landkarten: Sprachliches und bildhaftes Denken werden verknüpft. Wenn Sie sich Mühe geben, können Sie die Skizze vielleicht als Kunstwerk verkaufen.

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