Sexualforschung: Schützt Keuschheit vor Kriminalität?

Erster Kontakt mit Folgen?

Jugendliche, die zu früh mit dem Sex beginnen, werden eher straffällig als ihre Altersgenossen

Je früher Jugendliche ihren ersten Sex haben, desto größer ist offenbar die Gefahr, dass sie kriminell werden, so eine amerikanische Studie. Jugendliche dagegen, die mit dem Sex warten, sind besser gegen Verfehlungen geschützt. Entscheidend ist dabei jedoch nicht das absolute Alter allein: Eine Rolle spiele zudem, wie sehr es vom Durchschnitt an der jeweiligen Schule abweicht, so die Verfasser.

Wichtig ist den Wissenschaftlern der Ohio State Universität allerdings der Hinweis, dass nicht der Sex für Sachbeschädigungen, Diebstähle oder Graffiti verantwortlich gemacht werden könne. Vielmehr grenzten sich Jugendliche mit ihren sehr frühen sexuellen Erfahrungen oft von ihren Klassenkameraden ab und suchten sich deswegen neue und ältere Freunde, so Forschungsleiterin Stacy Armour. Konsequenz: Oft seien sie noch nicht reif genug, um mit den möglichen emotionalen und sozialen Folgen ihrer Erfahrungen zurechtzukommen. Im Gegensatz dazu seien Spätentwickler eher in Freundschaften eingebunden, die sie von kriminellem Verhalten abhalten würden.

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