Sinnesorgane: Schulen Sie Ihre Sinne

Über die Augen erhalten wir die meisten Sinneseindrücke

Augen, Ohren und Nase können genauso trainiert werden wie andere Körperteile. So schärfen Sie Ihre fünf Sinne

SEHEN
Etwa 90 Prozent der Sinneseindrücke erhalten wir über die Augen, deshalb fangen wir auch dort mit unserem Workout an. Verschiedene Teilbereiche der Sehfähigkeit können durch ein paar ganz einfache Übungen verbessert werden.

  • Nacht-Sicht verbessern
    Zwinkern Sie einige Sekunden lang so oft Sie können – das stimuliert Ihr Auge und verbessert so die Fähigkeit, sich rasch an Dunkelheit zu gewöhnen. Tragen Sie außerdem an hellen Tagen möglichst immer eine Sonnenbrille. Kriegen die Augen zu viel Sonne ab, leidet die Nachtsicht. Zudem kann die UV-Strahlung die Linse trüben (grauer Star oder Katarakt).
  • Blick schärfen
    Wer viel am Monitor arbeitet, hat danach häufig eine verschwommene Sicht. So stellen Sie den Blick wieder scharf: Sehen Sie ungefähr alle 15 Minuten vom Bildschirm weg in die Ferne, zum Beispiel aus dem Fenster oder auf eine Zeitung, die Sie in zwei Metern Entfernung aufgehängt haben. Versuchen Sie, die Überschriften zu lesen. Je fünfmal zwischen Bildschirm und Weitblick wechseln.
  • Treffsicherheit erhöhen
    Objekte, die sich bewegen, trifft man genauer, wenn man diese mit den Augen verfolgt, Kopf und Körper zusammen bewegt. Das kann man trainieren durch Spiele mit einem Ball, der mit Buchstaben beschriftet ist (Zahlen gehen auch). Der Fänger muss den letzten Buchstaben rufen, den er vorm Fangen gesehen hat (und damit die ganze Aktion nicht fürchterlich albern wirkt, üben Sie das alles am besten mit Kindern).

HÖREN
Glaubt man den Frauen, ist das Gehör der am schwächsten ausprägte Sinn des Mannes. Und mit der These liegen die Mädels gar nicht mal so falsch. Tatsächlich haben recht viele Männer Hörprobleme. Strafen Sie die Damen Lügen.

  • Präziser hören
    Wirklich verbessern können Sie Ihr Hörvermögen nicht, die Präzision beim Hören dagegen schon. Um Ihr Gehör zu schulen, sollten Sie andere Sensoren möglichst ausschalten. Vorm Fernseher können Sie die Augen schließen, nur auf Geräusche achten. Was sagen Ihnen die Tonlagen aller Sprechenden über das, was im Film passiert? Indem Sie bewusst Ihr Sehvermögen ausschalten, zwingen Sie Ihr Hirn genauer wahrzunehmen, was durch die Ohren kommt. Wenn Sie das regelmäßig machen, werden Sie schon bald erheblich mehr Details in den Geräuschen Ihrer Umgebung wahrnehmen.
  • Ohren schützen
    Klingelt’s bei Ihnen? Das ist das Geräusch Ihres schwindenden Hörvermögens. Faustregel: Ist ein Geräusch so laut, dass Sie schreien müssen um verstanden zu werden, müssen Ihre Ohren geschützt werden. Darum sind bei Rockkonzerten und bei der Benutzung von Elektrogeräten wie Bohrmaschinen oder Rasenmähern stets Ohrenstopfen angesagt.

SCHMECKEN
Ihre Geschmacksknospen können zwischen vier Richtungen unterscheiden: süß, sauer, salzig, bitter. Ob umami (würzig) ein eigener Geschmackssinn ist, wird in der Fachwelt noch diskutiert. So bleiben Sie ein Mann des guten Geschmacks.

  • Langsam essen
    Wer schlingt, der kann nicht erwarten, den vollen Geschmack des Essens wahrzunehmen. Je länger Sie etwas kauen, desto mehr Geschmacksnuancen setzen Sie frei. Bei Wein sollten Sie immer so tun, als ob Sie an einer Probe teilnehmen würden. Nehmen Sie also nur kleine Schlucke und halten Sie den Wein eine Zeit lang unter der Zunge. Denn da befinden sich viele Geschmacksnerven.

RIECHEN
Im Vergleich zum Geschmack ist der Geruchssinn erheblich stärker. Die zuständigen Nerven sind ungefähr tausendmal empfindlicher als die der Geschmacksknospen. So kommt’s dazu, dass vieles von dem, was man als Geschmack einordnet, in Wirklichkeit ein Geruch ist.

  • Riechkolben schärfen
    Um einen Geruch in allen Facetten wahrzunehmen, ist eine gute Riech-Technik notwendig, verrät der Parfümdesigner Harry Fremont, der als professionelle Nase Düfte wie Calvin Kleins CK One oder Polo Sport for men geschaffen hat. "Anstatt tief einzuatmen ist es wesentlich vorteilhafter, wenn man oft und kurz schnüffelt – dann kann man das Aroma eines Geruchs viel besser erkennen."
  • Mund einsetzen
    Wenn man beim Riechen seinen Mund aufmacht, gelangt der Geruch auch in den Rachenraum. Die Folge: Man nimmt ganz neue Aroma-Dimensionen wahr.

FÜHLEN
Ihr größtes Sinnesorgan ist Ihre Haut. So bleibt sie es auch.

  • Fürsorge zeigen
    Ziehen Sie Handschuhe an, wenn Sie Eis kratzen müssen. Bei großer Kälte ist die Blutzufuhr in den Fingerspitzen eingeschränkt. Das könnte die Nervenenden schädigen – und mit der Zeit schließlich zu einem Verlust Ihres Fühlvermögens führen.
  • Reize raten
    Tasten Sie mit geschlossenen Augen diverse Gegenstände ab, um Formen und Materialien zu erfühlen. Oder lassen Sie sich von Ihrer Freundin Figuren, Buchstaben und Zahlen auf die nackte Haut malen– können Sie die Message richtig deuten? Aber auch Massagen mit Händen, Noppenbällen oder Holzrollen sind ein sinnliches Training für die Haut.

Hier finden Sie noch mehr zum Thema Sinne: Warum Sie auch in der Beziehungzuhören können sollten.

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