Zähne ausbessern: Schwarze Krater

Nach der Zahnreinigung sind die Zähne wieder strahlend weiß
Vertrauen zum Zahnarzt ist wichtig

Am Anfang sind Amalgam-Füllungen wenigstens silberfarben, doch mit der Zeit werden sie dunkler

Problem: Ihrer Funktion tut das keinen Abbruch, es ist jedoch kein schöner Anblick. Heute kann man Karieslöcher allerdings durch einfache Behandlung fast unsichtbar werden lassen.

Lösung: Komposit (auch englisch: Composite) besteht aus verschiedenen Kunst- und Füllstoffen und eignet sich vor allem für kleinere Defekte. Es wird direkt im Mund verarbeitet und mit Licht ausgehärtet. Das kostet weniger als ein Keramik-Inlay, obwohl es genauso gut aussieht, ist aber empfindlicher.

„Komposit enthält einige Bestandteile, die auf Temperatur-Schwankungen reagieren“, so Oberarzt Dr. Oliver Ahlers von der Hamburger Universitäts-Zahnklinik. „Bei Hitze dehnt sich die Füllung etwas aus, bei Kälte zieht sie sich zusammen.“ Studien zufolge können im Mund tatsächlich Temperaturen von 5 bis 55 Grad auftreten. Mit der Zeit können winzige Risse und Rand-Undichtigkeiten entstehen – die neuen Eintrittspforten für Kariesbakterien.

Haltbarer, aber auch teurer, sind Inlays aus Keramik (auch Onlays, Overlays oder Teilkronen, je nachdem, wie viel Zahnsubstanz da ist). Früher musste zur Präparation des Zahns für ein Inlay viel Substanz weggeschliffen werden, doch das ist heute nur noch bei solchen aus Gold der Fall. Durch neue Technologien können Keramik-Inlays eingeklebt werden – es muss kaum mehr als das kariöse Gewebe entfernt werden.

Ein Zahntechniker fertigt das Inlay nach Kieferabdrücken. In der Zwischenzeit wird der Zahn provisorisch mit Kunststoff gefüllt. Nach dem erneuten Freilegen des Lochs wird der Krater leicht angeätzt und auch das Inlay innen mit Säure angeraut. Dadurch entstehen auf beiden Seiten winzige Reliefs, die viel stärker verklebt werden können, als es bei glatten Flächen möglich wäre. Wird die Farbe des Zahns gut getroffen, ist das Loch anschließend unsichtbar.

Übrigens: Als Knirscher müssen Sie nachts schützende Kunststoff-Schienen tragen, die dünn und kaum spürbar sind. Sind Sie dazu nicht bereit, ist die Lebensdauer der Keramik- (und der echten) Zähne begrenzt.

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