Waschbrett-Team: „Meine letzten Gramm Speck klebten hartnäckig am Bauch“

Muskeln auf- und gleichzeitig Fett abbauen – das ist eine Kunst, findet Sebastian
Muskeln auf- und gleichzeitig Fett abbauen – das ist eine Kunst, findet Sebastian

Muskeln auf- und gleichzeitig Fett abbauen – das ist eine Kunst, findet Sebastian. So verlief sein letzter Sixpack-Monat

Nachgezählt habe es ich nicht, aber es müssen viele tausend Sit-ups, Kniebeugen und Putenschnitzel gewesen sein, die wir durch- beziehungsweise uns reingezogen haben. Und ich habe nicht ein einziges Mal geschwänzt! So viel Disziplin habe ich mir gar nicht zugetraut, aber das Sixpack lockte, und ich habe alles dafür getan. Zum Beispiel konsequent Rolltreppen ignoriert, auch wenn die Oberschenkel nach dem Training noch so brannten. Ich habe mir einfach gedacht, dass ich mit jeder Treppenstufe ein paar Fettzellen zermalme. Top-Nebeneffekt: Die gesunde Lebensweise wird im wahrsten Sinne alltäglich, die Gedanken sind stets darauf ausgerichtet, sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun.

Insgesamt musste ich lediglich eine einzige Woche mit dem Training aussetzen, weil ich mir eine Bronchitis eingefangen hatte, und das natürlich ausgerechnet im letzten Monat des Best-Bauch-Projekts. Die Quittung erhielt ich bei der Schlussuntersuchung, da lag mein Körperfettanteil wieder bei über 13 Prozent. Aber mal ganz ehrlich: Da muss man durch. Wenn wir nämlich in den vergangenen 4 Monaten etwas gelernt haben, dann dies: Der Körper braucht intensive Pflege. Dazu gehört auch, Krankheiten in Ruhe auszukurieren.

Mission erfolgreich: Sebastian hat das Projekt ein Sixpack eingebracht

Mission erfolgreich: Sebastian hat das Projekt ein Sixpack eingebracht

Gelernt haben wir auch noch was anderes: Ohne Disziplin läuft nicht viel. Und deshalb lautet mein Ratschlag: Macht das Training zu einem festen Bestandteil Eures Lebens – wie Zeitung lesen, Zähne putzen oder Bundesliga-Tippspiel-Tipps abgeben. Ich habe mir angewöhnt, ganz früh morgens zum Krafttraining zu gehen. Da bin ich im Gewichtepark einer der Ersten, Drängeleien gibt es nicht. Die Luft im Studio ist zu Tagesbeginn viel besser als abends, und nach dem morgendlichen Training komme ich viel besser durch den Tag, bin ausgeglichener. Besonders gut an dieser Methode finde ich, dass ich nach Feierabend bei meiner Süßen abhänge, nicht am Latzug.

Mein Ziel, die 70-Kilo-Marke, habe ich zwar nicht erreicht, aber ich war zwischenzeitlich immerhin bei 68 Kilogramm – für mich ein riesiger Erfolg. Ich habe fast drei Kilogramm reine Muskelmasse aufgebaut, unfassbar! Und innerhalb des nächsten halben Jahres knacke ich die 70-Kilo-Marke ganz sicher – denn ich mache natürlich weiter. Sonst wären ja alle Flüche beim Bankdrücken und bei den Kniebeugen umsonst gewesen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich: Es ist unglaublich anstrengend, die letzten Gramm Bauchspeck über dem Sixpack abzutrainieren. Ist ja auch kein Wunder, wenn man jahrelang Pizza und Bier in sich reinschlingt. Das ist eben schwer in wenigen Wochen zu korrigieren. In Zukunft werde ich vorher dreimal darüber nachdenken, ob die fettige Pizza wirklich sein muss.

Trotzdem sind kleine Sünden natürlich auch weiterhin erlaubt, vor allem, wenn ich mein selbst gestecktes Ziel von vier bis fünf Trainingseinheiten pro Woche durchhalte. Zwei Ausdauer- und drei Krafttrainingseinheiten, verteilt auf verschiedene Tage, das tut mir gut. Und damit mein mega Hardgainer-Stoffwechsel die mühsam aufgebaute Muskulatur nicht gleich wieder verfeuert, esse ich auch weiterhin sehr proteinreich. Ganz wichtig: Morgens mixe ich mir erst mal einen Shake, denn ohne Frühstück verliere ich unweigerlich Gewicht. Aus demselben Grund trinke ich auch in Zukunft unmittelbar nach den Trainingseinheiten jeweils einen Eiweiß-Kohlenhydrat-Shake. Und dann gibt es noch etwas, was ich künftig bei meinen Workouts einhalten werde: die Mini-Satzpausen von nur 60 Sekunden – das ist zwar ziemlich hart, aber auch extrem effektiv.

Natürlich gibt’s noch mehr fiese Methoden, den Feinschliff voranzutreiben. Bei allem Trainings-Enthusiasmus darf man aber auch nicht vergessen: Muskeln sind nicht alles im Leben. Dieses Projekt hat mir nämlich nicht nur ein Sixpack eingebracht, sondern mit den Leidensgenossen und dem Coach auch einige neue Freunde. Also, Jungs, auf die nächsten 10.000 Sit-ups, Kniebeugen, Putenschnitzel!

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