Sixpack-Team: „Geschnetzeltes Fleisch soll die Muckis wachsen lassen“

Sebastians Oberschenkelumfang ist um 4 auf 56 Zentimeter gestiegen
Sebastian legte in seinem zweiten Monat knapp ein weiteres Kilo an Muskeln zu

Futtern fürs Sixpack ist ein Vollzeitjob, findet Sebastian. Wie er’s schafft, rund um die Uhr zu essen und dabei topfit zu sein

Wer hätte das gedacht: Für angehende Kampfkolosse mit Sixpack wie mich ist Döner einfach perfekt! Unser Coach Stephan schränkt etwas ein: möglichst wenig Brot – viele Kohlenhydrate sind hauptverantwortlich für Körperspeck. Kein Problem, ich esse eh lieber Fleisch. Also bestelle ich den Döner ab und zu ohne Brot. Auch zu Hause macht sich Geschnetzeltes breit: Im Kühlfach sind Tüten mit gefrorenem Fleisch gestapelt, Seite an Seite mit Garnelen und Hähnchenbrustfilets. Eiweißhaltig geht es auch eine Etage tiefer zu – dort lagern unter anderem Eier, Milch, Magerquark, Hüttenkäse, Minutensteaks, Hähnchenaufschnitt.

Trainingstage beginnen bei mir mit echtem Morgen-Grauen, wenn gegen 5.30 Uhr mein Wecker rappelt. Hart, dann aus der Kiste zu kommen. Ein bisschen hilft die Vorfreude auf den ersten Kaffee und ein Stück fettarmen Frühstückskuchen (auch als Honigkuchen bekannt). Morgens brauche ich Zucker – wenn nicht als Kuchen, dann als Kugel Vanilleeis, mit der ich meinen Frühstücks-Shake aufpeppe. Um Zeit zu sparen, frühstücke ich oft in flüssiger Form. Gleich nach einer Trainingseinheit in der Frühe gibt es eine Zusatzmahlzeit für den Muskelaufbau – am einfachsten als Shake mit so genannten Weight-Gainern, hochkalorischem Pulver, das viele Kohlenhydrate und etwas Eiweiß enthält. Alternativ lassen sich die Kohlenhydratspeicher mit ein bis zwei Bananen auffüllen. Beim Eiweiß ist das problematischer: Ich löffle ungern in der Umkleide ein Schälchen Hüttenkäse und stelle mich auch nicht mit kalten, vorgebratenen Hähnchenschnitzeln unter die Dusche.

Sebastians Oberschenkelumfang ist um 4 auf 56 Zentimeter gestiegen
Sebastian will endlich einen Waschbrettbauch

Mittags sind dann ein paar Kohlenhydrate erlaubt – ein Traum! Da finden sich auch in der Kantine leckere Sachen: Huhn mit Reis, Fisch mit Nudeln, Steak mit Bratkartoffeln. Das Mittagsmahl sollte aber nicht zu fett sein und mehr Eiweiß als Kohlenhydrate haben. Als Fleisch-Fanatiker haue ich mir abends oft schnell ein paar Steaks in die Pfanne. Senf drauf, guten Appetit! Ich komme mir schon vor wie ein Neandertaler, so viel Fleisch esse ich. Die Jungs waren ja nicht von ungefähr so kräftig. Gibt’s mal kein Fleisch, dann Eier oder Garnelen. Oder beides. Berühmt bin ich im Freundeskreis für meine Balboa-Bombe. Die steckt voller Proteine, ist schnell gemacht und unglaublich lecker. So lecker, dass meine Freundin sich kurzerhand dazu bereiterklärt hat, die abendliche, kohlenhydratreduzierte Hardgainer-Ernährung mitzumachen. So lecker, dass ich dem Jogurt am Abend fast gar nicht mehr nachweine. Früher dachte ich, das sei der perfekte Mucki-Snack. Seit Stephans Ernährungsberatung weiß ich: Darin stecken bei Weitem mehr Kohlenhydrate als Proteine.

Dann gibt’s noch das Thema Bier. Wollte ich mein Sixpack-Ziel nicht gefährden, musste Schluss sein mit Feierabendbierchen. Mein Kompromiss: alkoholfreies Bier – kein Alkohol = weniger Kalorien = kein Bierbauch. Pro Feierabendbier spare ich so etwa 100 Kalorien. Macht 12.000 Kalorien in 4 Monaten. In letzter Zeit ersetze ich Bier öfter durch Gute-Nacht-Eiweißshakes, damit ich nicht vom Fleisch falle. In unserer Küche stapeln sich bereits die Riesen-Eiweißpulver-Dosen. Meine Freundin hasst die Teile. Ich trinke täglich mindestens einen Shake mit dem weißen Pulver. Meist rühre ich das Zeug mit Wasser an – schmeckt gewöhnungsbedürftig und sieht auch nicht besonders lecker aus. Im Glas schwappt eine trübe, an Molke erinnernde, aber nach Vanille schmeckende Flüssigkeit. Nach 2 Monaten schaffe ich nun auch dank der Drinks 130 Kilo beim Latziehen (vorher 115), 170 Kilo in der Beinpresse (vorher 140). Mein Oberschenkelumfang ist um 4 auf 56 Zentimeter gestiegen, mein Brustumfang um 6 auf 98 Zentimeter. Diese Werte gehen mir runter wie Öl, äh, wie Flüssignahrung, meine ich. Also prost – und schöne Grüße von der Eisenbieger-Front!

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