Knallgeschwindigkeit: Sektkorken zu schnell für den Menschen

Forscher messen Tempo knallender Sektkorken

Forscher haben das Tempo knallender Korken gemessen. Ergebnis: Sie fliegen zu schnell, um sich noch in Sicherheit zu bringen

Wenn Ihnen das Auge schmerzt, bevor Sie den Knall hören, liegt es wohl daran, dass der Sektkorken schneller war als Sie. Rechtzeitig zum bevorstehenden Jahreswechsel hatten sich Wissenschaftler die Frage gestellt, mit welcher Geschwindigkeit Sektkorken aus der Flasche knallen. Ergebnis: Ein ungebremster Sektkorken fliegt etwa 40 Kilometer pro Stunde, so Friedrich Balck vom Institut für Physik der Uni Clausthal. Damit sei der Korken zu schnell für den Menschen: Wenn er den Knall gehört habe, könne er sich nicht mehr rechtzeitig ducken.

In seinen Experimenten hatte Balck Sektflaschen einem Druck von etwa 2,5 bar ausgesetzt; dies entspreche einer gut geschüttelten Sektflasche. Rein rechnerisch könnte ein Korken sogar bis zu 100 Stundenkilometer fliegen, berechnete Balck. Doch dafür müsse der Korken aber einem Druck von etwa drei bar und der Sonnenwärme ausgesetzt sein (schwierig an Silvester). Außerdem dürfe die Flasche nicht gerieben werden.

In seinen Untersuchungen hatte Balck zum einen das Tempo der Korken durch eine Lichtschranke und zum anderen akustisch gemessen. Dabei wurde das Ploppen beim Start und der Aufprall auf eine Papierwand erfasst.

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