Flüssigkeitshaushalt: Senkt Trinken das Schlaganfall-Risiko?

Frage: Stimmt es, dass ein Schlaganfall durch eine Mangeldurchblutung im Gehirn ausgelöst wird und sollte man daher vorbeugend mehr trinken?
Paul, per Email
Für das Risiko eines Schlaganfalls ist das Trinken kaum relevant
Zwei Liter Wasser und Säfte pro Tag halten den Flüssigkeitshaushalt im optimalen Bereich

Unsere Antwort:

"Ein Schlaganfall wird in der Tat meist durch eine Mangeldurchblutung in einem Teil des Gehirns verursacht. Diese entsteht, wenn eine Schlagader durch ein Blutgerinnsel verstopft wird", sagt Facharzt Michael Rosenkranz vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

"Blutgerinnsel entstehen leichter, wenn das Blut dick wird – zum Beispiel nach extremem Dursten. Allerdings spielt das unzureichende Trinken im Alltag keine große Rolle als Ursache von Schlaganfällen", so der Neurologe. Wesentlich relevantere Faktoren für einen Schlaganfall sind vielmehr Diabetes, zu hoher Blutdruck, hohe Blutfette oder Rauchen.

Dennoch rät Rosenkranz: "Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig! In der Regel sollten Menschen (ohne Nierenleiden) zirka zwei Liter Wasser und Säfte pro Tag trinken, um den Flüssigkeitshaushalt im optimalen Bereich zu halten."

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