Die neue Akte Frau: Sex für immer

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Die Frau an Ihrer Seite ist die Beste, der Sex mit ihr spitzenmäßig. In Teil drei unserer Serie erfahren Sie, wie die Liebe nicht einschläft

Die Liebe lebt, und das für immer. Aber ist sie auch lebendig? Das wollten wir von rund 2000 Frauen im Alter von 18 bis 39 Jahren wissen. Bei der Umfrage drehte sich alles um die Frage, wie in einer perfekten Beziehung auch der Sex perfekt ist – und bleibt. Professor Henner Ertel, dessen Institut für rationelle Psychologie (GRP) die repräsentative Umfrage durchführte, stellt fest: „Es gibt eine Tendenz, dass die Lust in Beziehungen heute schneller abnimmt, aber auch eine größere Toleranz demgegenüber.“

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Dennoch: In den letzten 10 Jahren sind die Frauen anspruchsvoller geworden, wie der Vergleich mit einer älteren GRP-Studie zeigt. Sie verlangen von den Männern im Bett mehr Zärtlichkeit (Zustimmung stieg von 88 auf 95 Prozent) und Einfallsreichtum (von 70 auf 77 Prozent). Und sie wollen sportliche Kerle (das fordern 15 Prozent mehr Frauen als 1997). Zum Glück wissen Sie: Wir lassen Sie nicht im Stich – weder beim Sex noch beim Sport.

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Strategien gegen Sex-Frust

Guido Schneider, Sexualtherapeut aus Köln, weist den Weg aus der Lustlosigkeit

Sprich mit ihr! „Entscheidend ist, dass beim Sex beide auf ihre Kosten kommen“, so der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Voraussetzung für eine befriedigende Sexualität ist gute Kommunikation.

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Strategien gegen Sex-Frust

Guido Schneider, Sexualtherapeut aus Köln, weist den Weg aus der Lustlosigkeit

Widersprich nicht! Wissen Sie, welche Bedingungen sie für Sex braucht? Zeit, Ruhe, Entspannung? Schneider: „Jeder sollte sich mit seinen Bedürfnissen ernst genommen fühlen.“ Wünsche aussprechen, auch auf die Gefahr hin, dass sie abgelehnt werden.

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Strategien gegen Sex-Frust

Guido Schneider, Sexualtherapeut aus Köln, weist den Weg aus der Lustlosigkeit

Sprich mit jemandem! „Eine Paartherapie mit sexualmedizinischem Fokus ist ratsam, wenn etwa Erektionsprobleme, sexuelle Aversionen oder vorzeitiger Samenerguss einen Leidensdruck innerhalb der Beziehung entstehen lassen“, sagt der Experte.

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Wann es normal ist, wann es zum problem wird

Im einem Kurzinterview erklärt der Kölner Sexualtherapeut Guido Schneider (www.sexualmedizin-paartherapie.de), warum die Lust auf Sex nachlässt und wann das Ganze zum Problem werden kann.

Warum haben frisch verliebte Paare mehr Sex?
Zu Beginn einer Beziehung hat Sex in erster Linie die Funktion, Nähe und Bindung zu erzeugen, zu stabilisieren. Vertrauen muss schließlich erst entstehen. Wenn sich die Beziehung festigt und Bindung innerhalb einer Partnerschaft durch andere Faktoren gewährleistet ist, kann die Bedeutung der Sexualität zurücktreten.

Wann es normal ist, wann es zum problem wird

Im einem Kurzinterview erklärt der Kölner Sexualtherapeut Guido Schneider (www.sexualmedizin-paartherapie.de), warum die Lust auf Sex nachlässt und wann das Ganze zum Problem werden kann.

Kann es auch andere Gründe dafür geben, zum Beispiel Stress?
Stress ist ein Lustkiller. Die Natur hat es so eingerichtet, dass in gefährlichen Situationen die sexuelle Erregung heruntergefahren wird, weil sie hinderlich ist. Wenn man flüchten oder sich verteidigen muss, würde beispielsweise eine Erektion nur im Wege sein.

Wann es normal ist, wann es zum problem wird

Im einem Kurzinterview erklärt der Kölner Sexualtherapeut Guido Schneider (www.sexualmedizin-paartherapie.de), warum die Lust auf Sex nachlässt und wann das Ganze zum Problem werden kann.

Wann kann der Mangel an Sex zum Problem werden?
Wenn kein Konsens bezüglich der gemeinsam gelebten Sexualität besteht. Ein Teufelskreis kann sich dann bilden, wenn Lust oder Erotik selbst als Stress wahrgenommen werden, zum Beispiel auf Grund überhöhter Erwartungen an Sexualität, wie sie durch Medien oder Pornografie geweckt werden. Es kann zu einer Kopplung von Sexualität und Leistungsdruck kommen. Sexuellen Signalen wird dann ausgewichen, um sich die erwartete Frustration zu ersparen.

Na, was erwartet sie denn?

Sie will nicht, wie Sie wollen, und Sie nicht wie sie? Dann haben Sie ein Problem mit falschen Erwartungen. Die wiederum haben etwas mit dem persönlichen Limit zu tun. „Grenzen zu ziehen ist eine wichtige Voraussetzung für guten Sex“, so Experte Schneider.

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Na, was erwartet sie denn?

Überfordert: Ihre Liebste fährt darauf ab, wenn Sie beim Sex ein Panterkostüm tragen und aus großen Höhen auf sie herabspringen? Oder verlangt anderen Mist von Ihnen? „Fühlt man sich überfordert, gerät man unter Druck“, sagt der Paartherapeut. Als Folge schaltet das Nervensystem auf Stress. Und das kann bedeuten: Flaute im Pantermantel. Schieben Sie dem Ganzen einen Riegel vor, sagen Sie: Stop! „Es geht ja meist nicht um alles oder nichts, sondern um: so nicht, sondern anders“, sagt Schneider.

Na, was erwartet sie denn?

Überfragt: Sie fordern Höchstleistungen im Bett? Bringen auch mal eine kleine Peitsche mit, um das zu verdeutlichen? Wissen Sie, wie sie das findet? „Grenzen auszutesten bringt Spannung in die Sexualität“, sagt Schneider. „Aber dazu gehört auch, die Grenzen zu benennen.“ Tut die Frau das nicht, müssen Sie nachfragen – sonst fragen Sie sich dauernd selbst. Also, können Sie sich darauf verlassen, dass sie sich meldet, wenn es beginnt, unangenehm zu werden? Wenn Sie fürchten, sie zu überfordern, entsteht Unsicherheit.

Na, was erwartet sie denn?

Überrascht: Es nützt auch nichts, Erwartungen einfach abzuschmettern. So lernen Sie nichts dazu. Das gilt für Ihre Lust auf Leder ebenso wie für den Raubtier-Sex. Schneider: „Eine lebendige Sexualität bietet jederzeit einen Raum zum Experimentieren und zum Erkunden, entwickelt sich weiter und passt sich an veränderte Lebenssituationen an.“

Sex-Wünsche und weibliche Wirklichkeit

Nichts gegen neue Spielarten, aber bitte nicht zu forsch! Tipps zur Erstanwendung

Dirty Talk: Sprachgrenzen festlegen: Was macht an, was ist unsexy? Auch und gerade Worte für die intimsten Bereiche abklären.

Porno: Bloß keine Gonzo-Filme, die bestehen nur aus Sex-Szenen! Lieber etwas mit Handlung. Und: stets zu zweit aussuchen.

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Sex-Wünsche und weibliche Wirklichkeit

Nichts gegen neue Spielarten, aber bitte nicht zu forsch! Tipps zur Erstanwendung

Striptease: Möbel beiseite räumen, Licht dimmen und Musik laut genug aufdrehen, Kleiderrascheln stört nur. Parkett meiden!

Anal: Nur 5 Worte: Einverständnis, Gleitgel, Löffelstellung, langsam, langsaaam!

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Tun Sie doch einfach, was sie will

Ob sie auf Masseure, Vorleser oder Schmeichler steht: So meistern Sie jede Rolle

Lesen: Bei erotischer Literatur gibt es wie beim Sex verschiedene Gangarten. Mag sie’s schmutzig-brav, ist ein Frauen-Erotik-Roman das Richtige, etwa „Zuckermond“ von Astrid Martini (Ullstein, um 8 Euro). Darf es richtig derb sein, ist Pedro J. Gutierrez’ „Schmutzige Havanna-Trilogie“ (Goldmann, zirka 10 Euro) ein Tipp. Und wenn sie etwas zu gucken haben will, empfehlen wir erotische Comics von Milo Manara (www.schreiberundleser.de).

Tun Sie doch einfach, was sie will

Ob sie auf Masseure, Vorleser oder Schmeichler steht: So meistern Sie jede Rolle

Lobpreisen: Ihr zu sagen, wie sehr Sie sie begehren, heißt nicht, ihre Brüste zu lobhudeln. Feiern Sie ihren Körper als Ganzes – auch Details, die sie selbst nicht leiden kann oder die ihr nicht attraktiv erscheinen, beispielsweise ihre Füße.

Liebkosen Massieren, nicht kneten! Hilfsmittel sind okay – etwa ein Tennisball, den Sie mit sanftem Druck in kleinen Kreisen über Po, Rücken und Beine rollen.

 
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