Verhütungsmethoden: Sex-Pannen mit schreienden Folgen

Verhütung ja, aber wie?
Ob er es schaffen würde, durch Handauflegen zu verhüten?

Schwanger trotz Verhütung? Dr. Maria Hettenkofer von Pro Familia in Frankfurt am Main sagt, wo die größten Unfallgefahren lauern

Pille

  1. Medikamente: Die Pille wirkt nicht, wenn gleichzeitig bestimmte Medikamente, etwa Antibiotika, eingenommen werden. Zusätzliche Verhüterlis sind auch nach Ende der Therapie noch mindestens zwei Wochen lang angesagt.
  2. Durchfall, Erbrechen: Ist Ihre Liebste krank, praktizieren Sie eh die sicherste Verhütungsmethode: Kamillentee kochen. Aber auch danach wirkt die Pille nicht sofort. Deshalb diesen Zyklus hindurch extra verhüten.
  3. Vergesslichkeit: Pille vergessen? Auch wenn Ihre Freundin die Packung aufbraucht (sonst droht ein Hormon-Chaos), ist der Schutz für den Zyklus dahin. Hatten Sie Sex (Spermien lungern bis zu einer Woche im weiblichen Körper rum!), kommen die Pille oder die Spirale "danach" in Frage. Wenden Sie sich sofort an Pro Familia, an den Frauenarzt oder den ärztlichen Notdienst.

Kondom

  1. Der "Allzeit bereit"-Pariser: Ist ja toll, dass Sie in jeder Lebenslage ein Kondom zur Hand haben. Aber tragen Sie’s nicht monatelang mit sich herum — im Geldbeutel, wo Druckstellen entstehen, die beim Einsatz reißen. Auch größere Temperaturunterschiede machen Gummis mürbe.
  2. Taktische Fehler: Nach dem Orgasmus zügig raus, auch wenn’s schwer fällt. Dabei das Kondom festhalten. Und murksen Sie bloß nicht mit Verhütungscreme auf dem Pariser rum, das macht ihn porös. Fettfreies Gleitgel ist in Ordnung.

Diaphragma

  1. Kein Gel?: Ohne Gel nützt ein Pessar wenig. Es bedeckt zwar den Muttermund, Ihre schlauen Spermafädchen finden aber immer einen Schleichweg. Spermientötende Gels mit Nonoxynol gibt es rezeptfrei in allen Apotheken.
  2. Zu kurze Liegezeit: Rund acht Stunden sollte das Diaphragma nach dem Sex an Ort und Stelle bleiben, sonst wursteln sich doch Spermien durch.

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