Sexträume: Kennen Sie ihre echten Träume?

Sex kann böse machen
Sie wahr sich sicher: Gleich würde der Ritter auf dem weißen Pferd kommen…

Frauen wollen schnellen Sex, anonym, zu dritt, deftig – zumindest in ihren Träumen. Fünf Fantasien mit Umsetzungsvorschlag.

Wenn Sie dies lesen, kriegen Sie vermutlich rote Ohren, wenn nicht noch mehr. Das sind jedoch nur Nebenwirkungen. Vor allem werden Sie hier Dinge erfahren, die Frauen ihren Partnern nie verraten würden: ihre geheimen Sex-Fantasien. Sie hätten auch uns das alles nie erzählt, wenn wir nicht so hartnäckig gefragt und den fünf Frauen Anonymität garantiert hätten. Doch das Beste ist die Analyse der Geschichten. Da erfahren Sie, welche Teile der Storys Sie im Bett zur Realität werden lassen können.


Allein am Strand
„Wie selbstverständlich berühre ich den Mann, als er vor mir steht“ Annika P., 22

In meinem Kopf gibt’s ganz klar eine Lieblingsfantasie. Die kommt immer wieder. Und zwar oft am Sonntagmorgen, wenn ich Zeit habe und absolut entspannt bin. Da laufe ich nackt am Strand entlang, der warme Wind streichelt meinen Körper. Ich bemerke, dass ein Mann, ebenfalls unbekleidet, zusieht, wie ich über die Felsen klettere. Er kommt näher, und ich sehe sein Glied. Es ist fest, ohne erigiert zu sein. Er macht mir Lust. Wie selbstverständlich berühre ich ihn, als er vor mir steht.

Er zögert ein bisschen, doch ich überzeuge ihn mit Küssen, und bald wälzen wir uns im Sand. Ich führe, deute ihm mit Gesten, was er tun soll. Mit uns tost die Brandung, wir lieben uns in ihrem Rhythmus, so dass wir Teil der Natur werden. Die Geschichte endet immer mit einem kolossalen, gemeinsamen Orgasmus. 

Traum-Analyse 
Die ewige Eva-Fantasie. Die Frau als Verführerin, als lockendes Weib. Es gibt nur einen Mann: den Adam. Dazu der Liebesakt im Freien. Etwa 3 32 Prozent der Frauen träumen vom Sex am Strand, jede Zehnte würde sich für den Wald entscheiden. Weitere Favoriten sind einsame Wiesen und stille Parks.

Traum-Realisierung 
Grundsätzlich ist es leicht machbar. Weil viele Frauen jedoch Angst davor haben, beobachtet zu werden, fühlen sie sich nicht wirklich frei. Wenn Sie die Fantasie also verwirklichen wollen, sollten Sie sicher sein, dass Sie allein sind. 

Ich will mehr
„Die Anzahl der Männer ist am Ende nicht mehr überschaubar“ Birgit M., 33

Ich liebe die Vorstellung, dass ich mich in einem Land befinde, dessen Sprache ich nicht kenne, und dort von einem Mann verführt werde, der unablässig redet über das, was er tut. Die Einzelheiten sind variabel, aber ich gehorche diesem Spiel wie eine moderne Sklavin. Meist fantasiere ich von Gruppensex, der rein zufällig entsteht. Ich bin auf einer Party in einer Wohnung mit dunklen Räumen. Dort treffe ich auf Bekannte, Freunde und andere Menschen, aber eigentlich fallen mir nur die Männer auf. Mit einem gehe ich ins Bad, wir küssen ein bisschen rum, vielleicht rasiert er mir auch die Scham.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir in einem der Nebenräume übereinander herfallen. Der Duft seiner Haut betört mich. Überrascht bin ich, als er kurz vor meinem Orgasmus aufhört und zu mir sagt: „Jetzt macht der da weiter.“ Und ich sehe, wie bereits der nächste kommt und sich ein weiterer auszieht und sich neben mich legt, um mich sanft zu streicheln.

Die Anzahl der Hände, Zungen und Schwänze ist irgendwann nicht mehr zu überblicken. Ob es vier, fünf oder fünfzehn sind, die mit mir zusammen waren, ist egal. Danach bleiben wir nackt, trinken Tee, lesen uns Gedichte vor, geben uns einfach der Mattheit hin. Alle Männer haben ein Gesicht, keiner bleibt anonym. Ich mag die Idee, dass man sich später wiedersieht, beispielsweise in der U-Bahn.

Traum-Analyse 
Diese Gruppensex-Fantasie ist sehr typisch für Frauen. Der Sex ist kontrolliert und kontrollierbar, zärtlich, findet in privater Umgebung statt. Eher untypisch ist der Gedanke, die Männer in einer Alltagssituation wiederzusehen.

Traum-Realisierung 
Zwei Sachen sind konkret umsetzbar. Erstens: das Sprechen beim Sex. Viele Frauen erregt es sehr, wenn der Partner erzählt, was er tut, und warum es ihn so scharf macht. Zweitens: die gemeinsame Entspannung danach, da sie verbindet und Sex zu mehr als einem kurzen Akt macht. Alles andere können Sie vergessen. Weniger als ein Prozent der Frauen wollen wirklich Gruppensex.

Der große Unbekannte
„Er öffnet mich und dringt in mich ein – aber ich kenne ihn gar nicht“ Jessica W., 24

Manchmal stelle ich mir einen Penis vor. Ha, werden Sie sagen, ist ja überhaupt nichts Besonderes. Aber warten Sie mal ab. Ich sehe diesen Penis nämlich nicht, ich fühle ihn nur. An meinem Po. Ich liege ausgestreckt auf dem Bauch, wohlig und nackt, alles um mich ist weich und seidig. So wie das pralle Fleisch, dass sich an meinen Pobacken stößt und reibt, an meinen Schenkeln und dazwischen. Seine Hände fassen meine Hüften, streicheln meine Taille und spielen an meiner Brust. Und das erregt mich. Genau wie seine Atemzüge, die verraten, was er fühlt.

Ich weiß nicht, wann er begonnen hat, ich wage es nicht, mich zu bewegen. Von hinten öffnen mich seine Hände, meine Vagina, einfach so. Sie sind feucht, damit es nicht weh tut, er weiß, was er da tut, und berührt mich innen, wo es besonders brennt. Ich seufze. Er fährt mit den Fingern heraus und mit seinem pochenden Schwert in mein Heft, saftig, mächtig, zentimeterweise. Ich bin hinüber, kann nicht mehr, ich will schreien, sehne ein Ende herbei, obwohl ich alles genieße. 

Unser Atem geht im gleichen Takt, und ich weiß noch nicht einmal, wer er ist, aber er ist gut. Ich denke nicht nach, ich fühle nur. Er legt einen Finger auf meine Klitoris, reibt ohne zu suchen, er weiß wie. Er hebt meine Hüfte, um noch tiefer einzudringen, es zerreißt mich fast vor Lust. Aber er hat endlos Kraft, länger noch als ich, und als ich stöhnend komme, mit geschlossenen Augen, sehe ich alles nur in Rot und in Orange. Helle Sonnen explodieren, und anschließend fühle ich ihn pulsieren, er hält mich fest, ganz fest.

Traum-Analyse 
Der Kern dieser Fantasie ist Sex mit einem Unbekannten, nach dem sich laut einer Umfrage des Cora-Verlags jede fünfte Frau sehnt. Der unpersönliche Akt ist deshalb ein so zentrales Thema in den Träumen der Frauen, weil dabei Erwartungen und Wertungen (auch die eigenen) überhaupt keine Rolle spielen. Und es kommt hinzu, dass die Frau passiv verwöhnt wird und sich nicht erklären muss.

Traum-Realisierung 
Ob Sie jemals zufällig auf eine Frau treffen, die gerade dann diesen Traum verwirklich will, können wir nicht sagen (nur für Sie hoffen). Aber obwohl in Beziehungen die Voraussetzung des Fremdseins nicht mehr existiert, lässt sich der Traum verwirklichen: im Rollenspiel. Inszenieren Sie die Szene, verbinden Sie ihr die Augen. Diese Mischung aus 3 Vorstellung und Orientierungslosigkeit ist für nicht wenige Frauen höchst erregend. 


Der Seitensprung
„Zunächst tanzen wir eng, und dann zieht er mir das Höschen aus“ Karina H., 26

Wir sind die letzten Seminarteilnehmer, die den anstrengenden Tag in einer Bar der fremden Stadt ausklingen lassen. Jetzt sitzen wir allein am Tisch und erzählen, lachen. Er hat mir von Anfang an gefallen, und da war sofort diese Spannung zwischen uns. Die Gedanken an meinen lang-jährigen Freund zu Hause verdränge ich. Im Hintergrund läuft Sinatra, ich summe mit. „Willst du tanzen?“, fragt er plötzlich. Ich lasse mich auf die Tanzfläche ziehen.

Er zieht mich sanft an sich, und ich kann kaum atmen. Wir reden kein Wort, nur unsere Körper sprechen, bewegen sich synchron im Rhythmus der Musik. Irgendwann beginnt er, meinen Rücken zu streicheln, meine Knie sind puddingweich. Als er meinen Nacken berührt, lege ich den Kopf zurück und sehe ihn an. Er sieht mir in die Augen. Dann treffen sich unsere Lippen zu einem langen Kuss. Meistens ist an dieser Stelle Schluss, Abspann.

Manchmal geht die Geschichte aber auch weiter. Dann wird der Kuss fordernder; eine Hand vergräbt sich in meinem Haar, die andere wandert an meinen Hintern, streichelt und knetet ihn. Er schiebt mich von der Tanzfläche in eine Ecke, küsst meinen Hals, meine Brüste, während seine Hände tiefer wandern. Sie fahren langsam über meine Schenkel. Dann, mit ein paar schnellen, geschickten Fingerbewegungen, schiebt er meinen Rock hoch.

Jetzt kniet er vor mir. Ganz langsam, so, als wickle er ein kostbares Geschenk aus, streift er mir den Slip vom Hintern. Er streichelt meine Schenkel, erst außen, dann innen, ich will mehr, und bekomme es auch. Dann – keine Ahnung, wie er seine Hose aufgekriegt hat – packt er meine Pobacken mit seinen Händen, dringt in mich ein. Nicht wild, wie ich befürchtet hatte, sondern langsam, genussvoll. Halb lehne ich an einem Tischchen, halb sitze ich drauf, eine Hand an der Tischplatte und die andere in seinen Haaren. Seine Bewegungen werden schneller, heftiger. Das ist dann aber wirklich das Finale. 

Traum-Analyse 
Klassisches Fremdgeh-Szenario. 71 Prozent der deutschen Frauen träumen von Abenteuern außerhalb der Beziehung, gehen im Kopf fremd. Die Geschichte bezieht noch zusätzlichen Reiz aus der idealtypischen Verführung durch einen sehr attraktiven Mann.

Traum-Realisierung
Ob Sie nun Frauen verführen wollen, die in festen Partnerschaften leben, ist Ihre Sache. Damit Ihre eigene Partnerin jederzeit gut zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden kann, sollten Sie sie regelmäßig und nach allen Regeln der Kunst verführen.


In der Fremde
„Ich stöhne so laut, dass ich den Film im Pornokino übertöne“ Renate F., 38

Meine liebste Sex-Fantasie kann ich genau beschreiben, weil ich den Anfang der Geschichte selbst erlebt habe. Ich habe ein Bild von dem Mann, der die Hauptrolle spielt, von der Umgebung, der Atmosphäre. Aber lassen Sie mich erzählen. Vor zwei Jahren war ich in Budapest und habe in einer Bar einen Ungarn kennen gelernt. Seine Name war Görgy. Er war höflich, machte mir Komplimente und lud mich zum Wein ein. Eigentlich war er genau der Typ für ein Abenteuer. Nicht so groß, mit schwarzen Augen, kleinen, kräftigen Händen und dichtem Haar. Er schlug vor, dass wir das Lokal wechseln, er kenne da eine Bar mit Unterhaltungsprogramm. Mir war das ganz recht so.

Gelandet bin ich in einem Pornokino. Von außen war es gar nicht als solches zu erkennen, ich bemerkte es erst, als ich drin war und sah, was auf der Leinwand passierte. Ehrlich gesagt, ich war schockiert. Außer uns waren noch etwa fünf Männer im Kino, und mit der Ausrede, ich müsste mal aufs Klo, rannte ich raus. Das war’s. Diese Geschichte habe ich nie vergessen. Sie fällt mir oft ein, und inzwischen erregt sie mich. Ich stelle mir dann vor, wie die Sache wohl weitergegangen wäre.

In meiner Fantasie lehnt sich Görgy zu mir herüber und greift mir ohne zu fragen in den Schritt. Ich öffne bereitwillig die Beine, so dass er unter dem Rock mein Höschen erreicht. Mit halb geschlossenen Augen bemerke ich, dass uns die Männer in den anderen Reihen zuschauen. Görgy zieht meinen Slip zur Seite, streicht an meinen Schamlippen auf und ab, so dass sie sich öffnen, dringt dann mit einem Finger tief in mich ein. Er beginnt, heftig zu stoßen. In meinem Traum bin ich so erregt, dass ich mit meinem Stöhnen den Film übertöne. Vielleicht trauen sich die anderen Männer deswegen zu uns. Sie stehen in den Reihen vor und hinter uns und schauen uns ganz unverblümt zu. 

Irgendwie öffnet Görgy meine Bluse und den BH. Er macht das so geschickt, dass er die Bewegungen der anderen Hand kaum unterbrechen muss. Ich fühle, dass ich bald einen Orgasmus haben werde. Die anderen Männer stehen inzwischen ganz dicht bei uns. Einer beginnt, meine rechte Brust zu streicheln, ein anderer lehnt sich sogar über mich und leckt an meiner linken Brustwarze. Was die übrigen tun, weiß ich nicht, ich nehme an, sie masturbieren. Die Fantasie endet immer damit, dass ich einen Orgasmus bekomme und danach erschöpft liegen bleibe. Nach einigen Minuten öffne ich die Augen, der Kinosaal ist leer. Ich ziehe meine Sachen zurecht, verlasse den Ort des Geschehens.

Traum-Analyse
In vielen sexuellen Fantasien findet ein Millieuwechsel statt: Die Professorin begehrt den Handwerker, die Magd träumt vom Prinzen. Auch in dieser Geschichte verlässt eine Frau ihr gewohntes Terrain und betritt ein neues: Ausland, fremde Männer, Pornokino und ein für sie untypisches Sexualverhalten. Der Reiz dabei liegt eindeutig im Unbekannten. 

Traum-Realisierung 
Eine derartige Szene tatsächlich nachzuspielen, wagt kaum eine Frau. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, mit dieser Fantasie zu experimentieren. Inszenieren Sie die Szene. Am besten begeben Sie sich dazu in eine fremde Umgebung, zum Beispiel ein Hotel. Und im Videorecorder könnte ein Porno laufen. Sie übernehmen die Rollen des Erzählers und der Männer. Ihre Partnerin macht, was die Fantasie ihr sagt. 

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