Aufklärungsunterricht: Sexualkunde wirkt

Verhüten oder nicht? Wer aufgeklärt ist, tut's öfter
Wann das erste Mal passiert, hängt auch vom Bildungsstand ab

Wer in der Schule aufgeklärt wurde, greift beim ersten Mal eher zum Verhüterli – und ist über 14 Jahre alt

Durch Sexualkunde in der Schule verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass junge Männer ihr erstes Mal erleben, wenn sie jünger als 15 Jahre alt sind um 71 Prozent. Das fanden amerikanische Forscher heraus, die Teenager zwischen 15 und 19 Jahren untersuchten. Bei den Frauen liegt die Quote bei 59 Prozent. Zudem verhüten Männer mit Schulabschluss rund dreimal häufiger bei ihrem ersten Geschlechtsverkehr als ihre Altersgenossen ohne Abschluss. Bei Frauen entdeckten die Forscher hingegen keinen Zusammenhang zwischen Verhütung und Aufklärungsunterricht.

Das Team um Studienautorin Trisha Mueller geht jedoch davon aus, dass durch die Aufklärung an Schulen das Risiko von Teenager-Schwangerschaften um 91 Prozent gesenkt wird – durch Verhütung oder Verzicht. Ausgangsfrage der Studie war, welchen Effekt Aufklärungsunterricht auf das Sexleben von Teenagern hat.

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