Skispringen: Auf der Weitsprung-Schanze

... grüß mir die Sonne!
Bleiben Sie möglichst locker!

An alle, die gern hoch hinaus wollen: Jetzt springen Sie über Ihren eigenen Schatten

Konzentrations-Phase: Da stehen Sie nun also, gekleidet wie eine Presswurst und schlotternd vor Kälte und Angst. „Bleiben Sie cool und kontrollieren Sie, ob Ihre Ausrüstung Schäden hat, bevor es ernst wird“, sagt Jens Greiner-Hiero, Skisprung-Trainer aus Lauscha. Nach ein paar Dehnungsübungen geht es auf die Absprungposition. Wichtig: Werfen Sie einen Blick auf das Windfähnchen. Ab drei Metern pro Sekunde bekommen nicht nur Sie das große Flattern, dann wird die Schanze für alle Springer gesperrt.

Abfahrts-Phase: Als Anfänger geht es für Sie erst mal auf die Übungsschanze, die ist nur 10 Meter hoch. Ihre Anfahrtshaltung: eine halbhohe Hocke, Arme parallel nach hinten, die Schultern berühren die Knie. Auf dem Weg nach unten werden Sie so konzentriert sein, dass für Angst kaum noch Zeit bleibt. Am Ende der Rampe müssen Sie den Absprungpunkt auf eine Zehntelsekunde genau treffen. „Wichtig ist dabei, dass Sie nur aus den Beinen die Kraft holen und in einer flüssigen Bewegung abspringen“, erklärt der Fachmann. Den Oberkörper lassen Sie starr.

Flugphase: Möglichst locker bleiben. Bilden Sie mit den Skiern in einem 30-Grad-Winkel ein V und legen Sie die Arme seitlich an den Körper. Nun müssen Sie sich weit strecken. Der Flug bringt am meisten Spaß – er dauert bei Anfängern allerdings nur 1 Sekunde.

Landephase: Kurz vor der Landung einen Schritt nach vorne machen. Greiner-Hiero: „Dieser Schritt, auch Telemark-Landung genannt, wird noch in der Luft ausgeführt. Das gibt gute Haltungsnoten und verteilt das Körpergewicht optimal.“ Halten Sie Ihre Arme zur Balance seitlich nach vorn und den Oberkörper über den Füßen, damit sich der Schwerpunkt nicht nach hinten verlagert. Hat alles geklappt, müssen Sie nur noch Ihr Gleichgewicht beim Abschnallen der Skier halten.

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