Berufsleben: Sieben Sätze, die kein Chef hören will

Bestimmt der Chef den Feierabend?
Bei jedem Chef beißen Sie irgendwann auf Granit

Es gibt Sachen, die Sie zu Ihrem Boss nie sagen dürfen. Henry Allgaier, Chef von Men's Health, erklärt warum

Nichts genießt ein Chef mehr als das Gespräch mit seinen Mitarbeitern. Doch, doch, kein Witz! Nirgendwo bekomme ich einen besseren Einblick in die Stärken und Schwächen des Betriebes, als wenn ich der Belegschaft aufs, Pardon, Maul schaue.

Dabei fallen mir allerdings auch immer wieder ein paar Sätze auf, von denen sich ein Angestellter lieber schnell verabschieden sollte, wenn er angestellt bleiben will. Natürlich kann jeder sagen, was er denkt, und denken, was er will. Aber können Sie immer mit den Folgen leben? Eben. Darum sparen Sie sich diese sieben Sätze. Ich sage Ihnen auch, warum.

„SORRY, ICH BIN ZU BESCHÄFTIGT“
Was genau meinen Sie mit „zu beschäftigt“? Sie sind verdammt noch mal hier, um beschäftigt zu sein! Deswegen heißt es doch auch: „Das Unternehmen trennt sich von 300 Beschäftigten.“ Wenn Sie nicht beschäftigt sein wollen, dann hauen Sie ab! Und erzählen Sie Ihrem Chef nicht, dass Sie Projekt C nicht beginnen können, ehe Sie nicht die Projekte A und B beendet haben. Wenn Multitasking Ihnen nicht liegt, findet Ihr Boss schon jemanden, der es kann. Zumindest einen, der behauptet, dass er es kann.

„ABER GESTERN HABEN SIE DAS GEGENTEIL VON MIR VERLANGT“
Natürlich hat er das. Ist es Ihnen noch nicht aufgefallen? Vorgesetzte widersprechen sich selbst andauernd – vor allem, wenn sie nicht wissen, was sie tun sollen. Denn sie hassen dieses Gefühl. Also denken sie an die eine Lösung, dann an eine andere – und wissen nicht, welche die bessere ist. Also probieren die Herren Chefs beide Lösungen aus, sie probieren herum, bis sie etwas Adäquates gefunden haben. Und Sie helfen ihnen dabei.

Was Vorgesetzte von ihren Mitarbeitern verlangen, ist eine engagierte und zunächst urteilsfreie Bereitschaft, ihnen zu folgen, wohin auch immer sie ihre Herde führen. Nein, nicht bis in den Abgrund. Aber bis zu einem vertretbaren Grad der Experimentierfreude.

Das bedeutet nicht, dass Sie die Verwirrtheit Ihres Vorgesetzten fördern sollen. Wenn der arme Mann sich völlig verheddert und von Ihnen verlangt, dass Sie Häuser, die Sie gestern gebaut haben, heute wieder abreißen, sagen Sie: „Ich versuche, die Brücke zwischen dem gestern Beschlossenen und dem gerade Gesagten herzustellen. Könnten Sie mir da vielleicht kurz auf die Sprünge helfen?“ Und das wird er dann auch tun.

Jeder Zweite hält sich für unterbezahlt – so das Ergebnis unserer Video-Umfrage
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