Abzocke: Siegessicher bei Gewinnspiel-Fake?

Frage: Kann jemand ein Gewinnspiel mit Mega-Preisen einfach so erfinden, ohne tatsächlich etwas zu verlosen?
Andreas Sewald, Neuhausen
Lassen Sie sich beim Gewinnspiel nicht abzocken!
Augen auf, beim Gewinnlos-Kauf!

Unsere Antwort:

Im Bürgerlichen Gesetzbuch gibt es den Paragrafen 661 a. Der besagt: Ein Unternehmer, der Gewinnzusagen oder vergleichbare Mitteilungen an Verbraucher sendet und den Eindruck erweckt, dass der Verbraucher einen Preis gewonnen hat, der hat dem Verbraucher diesen Preis zu leisten.

"Trotzdem ist noch nicht Schluss mit Gewinnspiel-Betrug. Die Verfolgung ist schwierig, weil Drahtzieher sich hinter Postfächern und 0900-Nummern verstecken", sagt Edda Castelló von der Verbraucherzentrale in Hamburg. Wenn Sie Ihren Gewinn nicht ausgehändigt bekommen, ist eine Klase daher kaum aussichtsreich. Problematisch sind auch die vielen illegalen Glücksspiel-Angebote speziell im Internet. wenn Sie Ihren Gewinn nicht ausgehändigt bekommen. "Problematisch sind die vielen illegalen Glücksspiel-Angebote speziell im Internet. Die Anbieter können nicht haftbar gemacht werden, weil sie die Server, auf denen die Glücksspiele veranstaltet werden, außerhalb des Geltungsbereiches deutscher Gesetze aufgestellt haben", so das Niedersächsische Innenministerium. Grundsätzlich ist eine Veranstaltung öffentlicher Glücksspiele ohne behördliche Erlaubnis nach Paragraf 284 des Strafgesetzbuches strafbar.

Edda Castelló warnt dennoch: "Betrug bringt  ja nicht nur enttäuschte Hoffnungen, sondern es geht darum, den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen! Zum Beispiel durch Bezahlung, um den Gewinn zu bekommen oder die Angabe der Kontonummer, von wo dann Geld abgebucht wird."

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