Männer und Partnerschaft: Sind Gene an Beziehungsproblemen schuld?

Die Gene bestimmen die Beziehungsfähigkeit
Die Gene bestimmen, ob Männer beziehungsfähig und Frauen glücklich sind

Bei einer bestimmten Genanordnung sind Männer häufiger beziehungsunfähig

Ein Gen-Variation ist offenbar zumindest teilweise schuld, wenn Männer immer wieder in Beziehungen scheitern. Je mehr Kopien dieser genetischen Besonderheit ein Mann trägt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er verheiratet ist, so schwedische Wissenschaftler.

In ihrer Studie fanden die Forscher des Karolinska Institute um Paul Lichtenstein heraus, dass das entsprechende Gen nicht nur Einfluss auf den Beziehungsstand von Männern hat, sondern auch noch auf die Qualität der Beziehung. Denn sind Männer beziehungsfähiger, macht das die Frauen umso glücklicher.

Vor allem für eine Version des Rezeptors für Hirnbotenstoffe, für das so genannte Arginin-Vasopressin (AVP), entdeckten die Forscher einen auffälligen Zusammenhang: Je mehr Kopien dieses Gens ein Mann in sich trug, als desto beziehungsunfähiger erwies er sich. Männer, die aber keine oder nur eine Kopie des AVP besaßen, waren mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit verheiratet.

Dennoch betonen die Biologen, dass der Effekt des AVP insgesamt gesehen gering sei. Man könne also nicht anhand einer Genuntersuchung die Beziehungsfähigkeit voraussagen.

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