Sportverletzungen: Ski-Unfälle vermeiden

Ski-Unfälle vermeiden
Damit Sie nicht auf dem Rücken landen, sollten Sie die häufigsten Gefahren kennen

Nicht jeder kommt heil ins Tal. Richtig vorbereitet überstehen Sie diesen Winter ohne Verletzungen

Diese drei Unfall-Varianten, bei denen vor allem die Knie und die Kreuzbänder Schaden nehmen können, treten beim Skifahren besonders häufig auf:

  1. Der Fahrer bleibt im Tiefschnee oder auf der Buckelpiste mit einer Ski-Innenkante hängen, sein Knie wird nach außen gedreht. Mögliche Folgen: „Verletzungen des vorderen Kreuzbands, des inneren Seitenbands oder des Meniskus“, sagt Dr. Hubert Hörterer, Team-Arzt des Deutschen Ski-Verbands (DSV).
  2. Beim plötzlichen Sprung über eine unerwartete Bodenwelle überstreckt das Knie nach hinten. Oft hält das vordere Kreuzband der extremen Dehnung nicht stand.
  3. Nach einem Sprung kracht der Fahrer so hart auf die Piste, dass die Oberschenkelmuskulatur die Landung nur mit größter Mühe auffangen kann. Das zieht den Unterschenkel so gewaltig nach vorne, dass die verschiedenen Bestandteile des Kniegelenks dabei eine Vielzahl von Schäden erleiden.

Knapp 60000 deutsche Wintersportler landen jedes Jahr im Krankenhaus. 8000 von ihnen erwischt es so hart, dass sie mehr als nur ein Tag im Klinikbett verbringen müssen. Das besagt die aktuelle Statistik der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU Ski), die die ARAG-Sportversicherung jedes Jahr herausbringt. Im Rahmen der Erhebung wurden auch die empfindlichsten Schwachstellen der vier Millionen Deutschen ermittelt, die sich jedes Jahr auf die Bretter trauen.

Neun Prozent aller Verletzungen passieren an Unterarm und Hand, in elf Prozent der Fälle ist der Kopf betroffen, in 13 Prozent der Unterschenkel. 16 Prozent entfallen auf die Hüfte, und bei 20 Prozent aller Opfer geht etwas in Schulter oder Oberarm zu Bruch.

Spitzenreiter der Knochenbrecher-Statistik ist aber das Knie, das in 31 Prozent aller Fälle der übermäßigen Belastung nicht standhält. Dem sensiblen Gelenk, das den Oberschenkel mit dem Unterschenkel verbindet, sollten Sie daher vor dem Start in die neue Wintersport-Saison besondere Aufmerksamkeit schenken.

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