Mix aus Surfen, Skate- und Snowboarden: Skimboarden – Paulo Prietto im Interview

Der Surfprofi zeigt seine Tricks auf dem Skimboard
Paulo Prietto ist beim Skimboarden immer auf der richtigen Wellenlänge

Profi Paulo Prietto erklärt er uns, warum Skimboarden besser ist als Wellenreiten – und wie auch Sie auf den Trend aufspringen

Paulo Prietto aus dem kalifornischen Laguna Niguel zählt zu den weltbesten Skimboardern und erzählt, was an der actionreichen Sportart das Besondere ist:

Ist Skimboarden eigentlich so eine Art Surfen für Anfänger?

Kein bisschen! Klar gibt’s Surfer, die mit Skimboarden beginnen. Doch mein Sport ist viel mehr: eine perfekte Mischung aus Surfen, Skate- und Snowboarden.

Sie sind später aber nicht zum Surfen gewechselt. Warum?

Ich kriege pro Stunde deutlich mehr Wellen als beim Surfen, es gibt kaum Wartezeiten. Und ich mag den sozialen Aspekt. Die Action spielt sich am Strand ab. So bin ich auch beim Skimmen in Kontakt mit Menschen. Beim Surfen sitzt man alleine irgendwo draußen auf dem Ozean.

Ein weiterer Unterscheid zum Surfen: Man braucht nicht mal Wellen und auch kein Meer. 

Stimmt, neben dem Skimmen in Wellen gibt’s auch das so genannte Flatland-Skimming. Das geht fast überall, wo Wasser ist, also auch auf Seen oder Flüssen.

Aber Sie gleiten lieber frontal in meterhohe Wellen, die kurz danach brechen. Keine Angst?

Doch, aber genau die ist sehr wichtig! Denn für mich bedeutet Skimboarden auch, die eigenen Grenzen zu kennen – und sie zu überschreiten. Vor allem als Profi muss ich mich in der Hinsicht immer weiterentwickeln.

Beim Skimmen braucht man vor allem Gleichgewichtssinn. Ist das eine Frage des Talents?

Nein, mein Trick heißt Übung. Ich habe im Alter von 7 Jahren mit Skimboarden angefangen. Die Balance kam mit der Zeit ganz von alleine. Dabei geht’s nicht um Talent – jeder kann und muss auch daran arbeiten.

Wo wir gerade über Arbeit sprechen. Trainieren Sie viel?

Schon, aber das ist keine Arbeit. Am liebsten würde ich täglich aufs Wasser gehen. Schließlich ist es auch ein sehr effektives Ausdauertraining. Doch selbst in Kalifornien haben wir nicht jeden Tag optimales Surfwetter. 

Und was machen Sie dann?

Ich halte mich mit Crosstraining und Yoga in Form. Besonders Letzteres hilft mir, körperlich kräftig und gesund zu bleiben.

Als Profi kommen Sie weltweit an die wunderbarsten Strände. Wo skimmt es sich am besten?

Mein absoluter Lieblings-Spot ist Newport Beach, Kalifornien. Dort schwappen die Wellen von einer Anlegestelle zurück und türmen sich bis zu 5 Meter hoch auf. Oft kann ich dann bis zu 100 Meter auf einer Welle reiten. Ich würde auch gerne was über Spots in Deutschland sagen, aber leider war ich noch nie da.

Hier zu Lande ist Skimboarden bislang noch wenig bekannt. Woran mag das wohl liegen?

Es ist nicht unbedingt ein Land, das für seine Strandkultur bekannt ist. Es gibt wohl bessere Länder für einen Skim- oder Surftrip. Aber vielleicht ändert sich das ja in naher Zukunft. 

Dann machen Sie doch jetzt mal Werbung für Ihren Sport.

Also: Skimmen macht irre viel Spaß! Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie es sich anfühlt, übers Wasser zu laufen: Beim Skimboarden kommen Sie diesem Gefühl schon ziemlich nahe. Außerdem hat man schon als Anfänger Spaß dabei: Board greifen, losgleiten, genießen.

Mehr Infos über Paulo Prietto bekommen Sie unter www.solagskimschool.com

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