Fitness-Wearables : Smartwatch3 von Sony im Sporttest

Sonys Smartwatch3 will mit einem eingebauten GPS-Sensor klassischen Fitnessuhren Konkurrenz machen
Sonys Smartwatch3 mit GPS-Sensor will sich gegen klassische Sportuhren behaupten

Sonys Smartwatch3 will mit einem eingebauten GPS-Sensor klassischen Fitnessuhren Konkurrenz machen. Wir haben den Sporttest gemacht

Sonys dritte smarte Armbanduhr sieht nicht nur sportlich aus, sie will sich auch gegen klassische GPS-Sportuhren behaupten. Denn die Smartwatch3 hat einen eingebauten GPS-Empfänger. Das heißt: Um Ihre Laufstrecke aufzuzeichnen, können Sie Ihr Smartphone zu Hause lassen.

GPS-Empfänger, aber kein Pulssensor
Die Ausstattung ist ordentlich: Kompass, Gyroskop, Beschleunigungssensor, Lichtsensor, WLAN, GPS und NFC. Plus: Die Smartwatch3 ist erstmals mit dem Betriebssystem Android Wear ausgestattet. Vorteil: Sie können nicht nur die typischen Benachrichtigungs- und Sprachfunktionen  von Google nutzen, Sie haben auch Zugang auf viele Apps für die Smartwatch. Nicht an Bord: ein Pulsmesser. Pulstraining funktioniert also nur, wenn man zusätzlich einen Pulsgurt per Bluetooth koppelt. Das Problem: Dies geht nicht direkt mit der Uhr, sondern nur übers Smartphone und die entsprechende Sport-App. Pluspunkt: Das LCD-Display der Smartwatch3 spiegelt im Standby-Modus Sonnenlicht so wider, dass Sie die Anzeige gut erkennen können. Zusätzlich gibt es 4 GB Flash-Speicher für Musik und Apps. Der Akku hält im Normalbetrieb 1,5 Tage durch, im GPS-Modus sind es nur 4 bis 5 Stunden. Das Gehäuse ist übrigens auch wasserdicht, kann daher auch beim Duschen getragen werden. Der Preis liegt bei 170 - 230 Euro.

Die Smartwatch3 ist erstmals mit dem Betriebssystem Android Wear ausgestattet
Die Smartwatch3 ist mit dem Betriebssystem Android Wear ausgestattet

Pulstraining kompliziert
Sony bietet leider keine auf die Uhr abgestimmte Sport-App an. Läufer können aber auf Apps wie iFit Outside, SportsTracker, Endomondo, Runkeeper, Ghostracer oder Runtastic zurückgreifen. Damit werden Tempo, Strecke, Zeit und eine Kalorienhochrechnung angezeigt. Je nach App können Sie 2 bis 3 Datenfelder selbst gestalten. Die Darstellung der Laufdaten ist zwar nicht immer optimal gelöst (iFit Outside), aber leicht verständlich. Pulstraining dagegen ist sehr kompliziert. Runkeeper, iFit und Runtastic bieten keine Pulsanzeige auf der Uhr. Bei Endomondo und SportsTracker funktioniert es leider nicht ohne Smartphone-Verbindung (das Handy muss also mit). Die Herzfrequenzanzeige ohne Smartphone läuft problemlos mit der Ghostracer-App. 

Sonys Smartwatch3 beim Laufen
Die Uhr trägt sich beim Sport sehr angenehm und ist per Wischgesten einfach und schnell zu bedienen. Auch das GPS-Tracking funktioniert ganz ordentlich. Die Daten werden nach der Sporteinheit ans Smartphone bzw. an die benutzte App übertragen. Etwas nervig: Die Uhr geht schnell in den Standby-Modus, um Strom zu sparen. Wer alle paar Minuten seine Geschwindigkeit oder zurückgelegte Strecke checken will, muss sich immer wieder zurück in die laufende App tippen bzw. wischen.

Fazit: Als Sportuhr für ambitionierte Läufer oder Radfahrer ist die Smartwatch3 nicht geeignet. Der Grund: Pulsmessung funktioniert bei vielen Smartwatch-Apps schwerlich oder gar nicht. Plus: Es fehlen wichtige Funktionen (Herzfrequenzzonen). Auch ist die kurze Akkuzeit im GPS-Betreib nicht gerade ideal. Die Uhr ist eher für Smartwatch-Fans gedacht, die hin und wieder kurze Laufeinheiten aufzeichnen wollen. Die Smartwatch3 läuft übrigens auch mit Apples iOS (Android Wear-App aus dem App-Store herunterladen). Allerdings gibt es mit dem iPhone außer einem Schrittzähler keine Sportfunktionen.

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